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Konflikt zwischen Afghanistan und Pakistan zwingtüber 100.000 Menschen zur Flucht

ID: 2236772

(ots) - Tausende Familien in Afghanistan fliehen vor dem eskalierenden Konflikt zwischen Afghanistan und Pakistan. Help - Hilfe zur Selbsthilfe warnt vor steigender Not, auch angesichts des Nahostkriegs.

Aufgrund des eskalierenden Konflikts zwischen Afghanistan und Pakistan entlang der Grenze beider Länder benötigen nun rund 163.590 Binnenvertriebene in Afghanistan humanitäre Nothilfe, 56 Menschen starben und mehr als 129 wurden verletzt. Bereits jetzt sind im Land 21 Millionen Menschen, etwa die Hälfte der Bevölkerung, auf humanitäre Hilfe angewiesen. Die internationale Hilfsorganisation Help - Hilfe zur Selbsthilfe beobachtet die Lage genau und warnt vor einer sich weiter zuspitzenden humanitären Katastrophe insbesondere in den Grenzregionen zu Pakistan. Gleichzeitig spannt sich die Lage im Westen des Landes, an der Grenze zum Iran, weiter an.

"Die jüngsten schweren Angriffe haben Zehntausende Menschen zur Flucht gezwungen. Vor allem Frauen und Kinder machen mehr als die Hälfte der Betroffenen der jüngsten Gewalt aus und benötigen dringend Schutz", sagt Shafi Shirzad, Help-Landesdirektor in Afghanistan."Wir schätzen, dass allein in den Provinzen Khost, Kunar, Nangarhar, Paktika, Paktia und Nuristan über 16.000 Familien neu vertrieben wurden. Zusammen mit den Familien, die seit dem Erdbeben im August 2025 weiterhin vertrieben sind, leben nun etwa 163.590 Binnenvertriebene unter äußerst dramatischen Bedingungen in Afghanistan. Die vertriebenen Menschen stehen vor dem Nichts. Selbst grundlegende Bedürfnisse wie sauberes Wasser, Nahrung und ein sicherer Schlafplatz sind nicht gedeckt. Daher appellieren wir an die internationale Gemeinschaft, dringend Unterstützung zu leisten."

Wachsende humanitäre Bedarfe durch Gewalt, Versorgungskrisen und Nahostkrieg

Neben dem sich weiter zuspitzenden Konflikt mit Pakistan verschärfen zerstörte Infrastruktur, die eingeschränkten Versorgungslagen und der eskalierende Nahostkrieg die Situation.





"Durch jüngste Luftangriffe wurden zivile und humanitäre Einrichtungen wie Gesundheitszentren und Wohngebäude schwer beschädigt. Mindestens 20 Gesundheitsstationen mussten ihre Arbeit einstellen. Gleichzeitig bleiben wichtige Grenzübergänge zu Pakistan für Handel und Transport geschlossen, wodurch Treibstoff sowie importierte Lebensmittel teurer werden. Das erschwert die Versorgung der Binnenvertriebenen in Afghanistan zusätzlich. Zudem befürchten wir, dass sich auch die Lage im Westen an der Grenze zum Iran aufgrund des Nahostkriegs verschärfen könnte", sagt Shirzad.

Help unterstützt bereits seit 1981 Menschen in Not in Afghanistan. Aktuell versorgt Help gemeinsam mit lokalen Hilfsorganisationen Menschen in Herat und Badghis mit Bargeldhilfen, Nahrungsmitteln und weiteren Hilfsgütern.

Für weitere Informationen oder Interviewanfragen (deutsche und englische Interviewpartner) wenden Sie sich bitte an presse(at)help-ev.de oder telefonisch an +49 (0)173 2790 438.

Unterstützen Sie die Hilfe in Afghanistan.

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Datum: 10.03.2026 - 11:26 Uhr
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