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Weltfrauentag: Bessere Versorgung von Frauen mit HIV in den Blick nehmen

ID: 2236108

(ots) -
- Sonderfonds"Partnerschaft für Frauen"von ViiV Healthcare und Deutsche AIDS-Stiftung vergibt rund 50.000 EUR an Fördermitteln
- Projekte u.a. der Aidshilfe Köln und Charité - Universitätsmedizin Berlin füllen Versorgungslücken in der Beratung und Versorgung von Frauen mit HIV
- Ergebnisse der Projekte werden auf einer Abschlussveranstaltung 2027 am Ende der einjährigen Förderungsdauer vorgestellt

Versorgungslücke Frau - Mehr Unterstützung für Frauen mit HIV erforderlich

Rund ein Fünftel (20,9 Prozent) der Menschen mit HIV in Deutschland sind laut Zahlen des Robert-Koch-Instituts Frauen[1]. Doch ihre spezifischen Bedürfnisse bei der Beratung und Versorgung, z. B. rund um das Thema Kinderwunsch, Schwangerschaft und Menopause, finden in vielen Fällen zu wenig Beachtung. Aus diesem Anlass haben ViiV Healthcare und die Deutsche AIDS-Stiftung den Sonderfonds"Partnerschaft für Frauen"ins Leben gerufen."Die Förderung wird Projekte unterstützen, die Frauen im Umgang mit HIV beraten, Fachpersonal schulen und Wissen in der Versorgungslandschaft verankern. Hier bestehen aktuell deutliche Lücken, auf die wir anlässlich des Weltfrauentages den Fokus richten möchten", fasst Anne von Fallois, Geschäftsführende Vorstandsvorsitzende der Deutschen AIDS-Stiftung, zusammen. Zwölf Einrichtungen haben sich um eine Förderung beworben. Sieben davon erhalten nun über ein Jahr eine Fördersumme von insgesamt rund 50.000 EUR um die Beratung und Versorgung von Frauen mit HIV zu verbessern. Im kommenden Jahr ist eine Abschlussveranstaltung geplant, auf der die Projektergebnisse vorgestellt werden.

Unsicherheiten durch HIV-Diagnose entgegenwirken - Frauen-Sprechstunde der Aidshilfe Köln

Eines der geförderten Projekte ist die"Sprechstunde zu HIV&Schwangerschaft"der Aidshilfe Köln. Rund 40 Prozent aller Frauen, die mit HIV leben, erfahren erstmals im Rahmen der Schwangerschaftsvorsorge von ihrer Diagnose[2]. Ängste und Unsicherheiten in Zusammenhang mit der Schwangerschaft treffen in dieser Situation oftmals auf Praxisteams, die keine oder kaum Berührungspunkte in der Betreuung von Frauen mit HIV haben."Viele Frauen bekommen nicht die notwendigen Informationen und auch Zeit, um in Ruhe zu entscheiden und abzuwägen", berichtet Birgit Körbel von der Aidshilfe Köln. Neben fehlendem Wissen könnten auch Sprachbarrieren diese Situation verschärfen. In der Konsequenz führt dies zu Herausforderungen in der Beratung sowie therapeutischen Entscheidungen, die nicht immer dem aktuellen medizinischen Wissensstand entsprechen.Für Schwangere kann dadurch ein hoher emotionaler Druck entstehen.





Die Sprechstunde der Aidshilfe Köln setzt hier an. Sie informiert Frauen mit Gesprächsangeboten und schult Personal in Beratungsstellen sowie Hebammen vor Ort auf Grundlage der kürzlich veröffentlichten neuen Deutsch-Österreichischen Leitlinie zur HIV-Therapie in der Schwangerschaft. Diese gibt präzisierte Empfehlungen zum Thema Kinderwunsch, Schwangerschaft sowie Stillen und unterstreicht, dass mit einer gut eingestellten Therapie und erfahrener Betreuung vielfältige Lebenssituationen für Frauen mit HIV gut zu meistern sind[3]."Unser Ziel ist es, dass für Frauen ihre Schwangerschaft und nahende Mutterrolle im Fokus stehen und nicht die Infektion", unterstreicht Körbel.

Beratungsangebote auf Frauen zuschneiden - Projekt"So brauchen wirs"der Charité Berlin

Welche Beratungsangebote benötigen Frauen mit HIV und wie kann das Wissen bei der Zielgruppe ankommen? Auf Basis dieser Fragestellung möchte das Projekt"So brauchen wirs! Partizipative und digitale Gesundheitskompetenzen für HIV-positive Frauen"der Charité - Universitätsmedizin Berlin zusammen mit der Community den aktuellen Wissensstand und Bedürfnisse erheben. In einer digitalen Seminarreihe werden Fragestellungen zu Schwangerschaft, Menopause oder Begleiterkrankungen von HIV mit positiven Frauen diskutiert. Die so erprobten Schwerpunkthemen sollen als Podcast aufbereitet werden."Um Frauen mit HIV bzw. alle FLINTA-Personen zu erreichen, braucht es Vielfalt in den Angeboten. Unterschiedliche Lebensrealitäten erfordern unterschiedliche Zugänge: mehrsprachige Informationen, niedrigschwellige Formate, aber auch persönliche Begegnungen. Aidshilfen und Selbsthilfegruppen leisten hier seit Jahren einen wichtigen Beitrag. An diese Erfahrungen knüpfen wir mit unserem Projekt an und machen mit Frauen erprobte aktuelle wissenschaftliche Inhalte mobil im Format Podcast zugänglich", so Tomar Einav von der Charité - Universitätsmedizin Berlin. Die interaktive Online-Seminarreihe ermöglicht es, Erkenntnisse über zentrale Wissensquellen und -lücken sowie Unterstützungsbedarf direkt zu erfassen. Die Ergebnisse werden auch auf Fachveranstaltungen vorgestellt.

Die Projekte aus Köln und Berlin zeichnen sich beide dadurch aus, dass sie nach einer Pilotphasegut von anderen Einrichtungen und Kooperationspartner übernommen und in ganz Deutschland umgesetzt werden können."Mit dem Fonds möchten wir gezielt Projekte für Menschen mit HIV fördern, die im Versorgungsalltag nicht oder zu wenig Beachtung erfahren. In Deutschland sind dies vor allem Frauen. Damit unterstreichen wir unser Engagement im Bereich HIV und leisten einen wichtigen Beitrag für mehr Aufklärung", so Mick Stanley, Geschäftsführer der ViiV Healthcare GmbH.

Weitere Förderprojekte

Weitere Projekte der Förderrunde 2026 sind:


- Aidshilfe Bochum: CommunityWorkshops: FEMunity + Empowerment, Workshops und Begegnung für Frauen mit HIV zur Stärkung, Selbstwirksamkeit und Vernetzung
- Aidshilfe Heidelberg: Community Building: Austausch, Empowerment und gegenseitige Unterstützung unter Berücksichtigung verschiedener sozialer Hintergründe
- Aidshilfe Schwäbisch Gemünd: Frauen Sozialarbeit: Rainbow Women - Empowerment, Beratung und Begleitung von Frauen mit HIV zur Verbesserung der gesundheitlichen und psychosozialen Versorgung
- Aidshilfe Paderborn: Frauen-Sozialarbeit: Sexuelle Gesundheit stärken - Projektmonat für Frauen* mit HIV rund um den internationalen Tag der sexuellen Gesundheit mit Fokus weibliche Sexualität, Körperbilder und Empowerment
- Aidshilfe Wuppertal: Frauen-Sozialarbeit: Workshops zur Förderung der Selbstsicherheit, insbesondere in Verbindung mit Diskriminierungs- oder Stigmatisierungserfahrungen sowie zur Förderung der Selbstfürsorge

Über ViiV Healthcare

ViiV Healthcare ist ein globales, auf HIV spezialisiertes Unternehmen, das im November 2009 von GSK (LSE: GSK) und Pfizer (NYSE: PFE) gegründet wurde, um Fortschritte bei der Behandlung und Versorgung von Menschen, die mit HIV leben oder bei denen das Risiko einer HIV-Infektion besteht, zu erzielen. Seit Oktober 2012 ist Shionogi Anteilseigner von ViiV. Ziel des Unternehmens ist es, sich intensiver und umfassender mit HIV und AIDSzu befassen als jedes andere Unternehmen zuvor. ViiV Healthcare verfolgt dabei einen neuen Ansatz, um wirksame und innovative Medikamente für die HIV-Therapie und -Prävention bereitzustellen und die von HIVbetroffenen Communities zu unterstützen. Weitere Informationen unter: http://www.viivhealthcare.com/de-de

Über GSK

GSK ist ein globales Biopharma-Unternehmen, das Wissenschaft, Technologie und Talent vereint, um Krankheiten gemeinsam voraus zu sein. Weitere Informationen unter: http://www.gsk.com/

Zur Deutschen AIDS-Stiftung:

Die Deutsche AIDS-Stiftung gibt es seit 1987. Sie klärt auf, setzt sich gegen Diskriminierung ein, richtet sich an die Politik und fördert vornehmlich mit Spenden und Erlösen aus Benefizveranstaltungen nachhaltige HIV-Projekte in Deutschland und international. Die Deutsche AIDS-Stiftung erhält keine laufende öffentliche Förderung.

NP-DE-HVU-PRSR-260001; 03/2026

Referenzen:


1. Robert-Koch-Institut: HIV/AIDS in Deutschland - Eckdaten. Stand: Ende 2024. Online abrufbar: https://ots.de/OkTXyX (zuletzt aufgerufen: 19.02.2026).
2. Charité-Universitätsmedizin Berlin. Online verfügbar: https://ots.de/RB91OX (zuletzt aufgerufen: 19.02.2026).
3. Deutsche AIDS-Gesellschaft: Deutsch-Österreichische Leitlinien zur antiretroviralen Therapie der HIV-1-Infektion. Stand: September 2025.. Online abrufbar: https://ots.de/o0Oesf (zuletzt aufgerufen: 19.02.206).
4. DAGNÄ, Deutsche Arbeitsgemeinschaft ambulant tätiger Ärztinnen und Ärzte für Infektionskrankheiten und HIV-Medizin e.V., Online verfügbar: https://www.dagnae.de/images/pdf/Workshop/251127_HIV-Positionspapier.pdf (zuletzt aufgerufen 19.02.2026)



Pressekontakt:

Weber Shandwick
Steffen König
Vice President Healthcare
Telefon: +49 173 4114689
E-Mail: skoenig(at)webershandwick.com

ViiV Healthcare GmbH
Prinzregentenplatz 9, 81675 München
Amtsgericht München HRB 150477
Geschäftsführung: Guy Stanley


Original-Content von: ViiV Healthcare GmbH,übermittelt durch news aktuell


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Datum: 06.03.2026 - 12:11 Uhr
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Kategorie:

Gesundheit & Medizin



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