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Stromerzeugung aus Photovoltaik und Erdgas erreicht im Jahr 2025 neue Höchstwerte

ID: 2235981

(ots) -
- 17,4 % mehr Solarstrom und 10,2 % mehr Strom aus Erdgas als im Vorjahr produziert - jeweils neuer Rekord seit Beginn der Zeitreihe im Jahr 2018
- Insgesamt 1,4 % mehr Strom ins Netz eingespeist als im Vorjahr - Anteil erneuerbarer Energien an der Gesamtstromerzeugung bei 58,6 %
- Windkraft und Kohle trotz leichter Rückgänge weiterhin wichtigste Energieträger

Im Jahr 2025 wurden in Deutschland 438,2 Milliarden Kilowattstunden Strom erzeugt und in das Netz eingespeist. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) nach vorläufigen Ergebnissen mitteilt, waren das 1,4 % mehr Strom als im Vorjahr. Mit einem Anteil von 58,6 % stammte der inländisch erzeugte und in das Netz eingespeiste Strom 2025 wie bereits seit 2023 mehrheitlich aus erneuerbaren Energieträgern (2024: 59,5 %). Allerdings blieb die aus erneuerbaren Quellen erzeugte Strommenge 2025 mit 256,9 Milliarden Kilowattstunden nahezu unverändert zum Vorjahr (-0,1 %). Demgegenüber stieg die Stromerzeugung aus konventionellen Energieträgern um 3,6 % auf 181,3 Milliarden Kilowattstunden und einen Anteil von 41,4 % des eingespeisten Stroms (2024: 40,5 %).

Erneuerbare Energien: Einspeisung aus Photovoltaik steigt auf neues Rekordhoch

Die erzeugte Strommenge aus Windkraft sank 2025 im Vergleich zum Vorjahr um 3,6 % auf 131,3 Milliarden Kilowattstunden. Der Anteil der Windkraft an der Stromerzeugung sank ebenfalls, von 31,5 % im Jahr 2024 auf 30,0 % im Jahr 2025. Dennoch blieb die Windkraft die wichtigste Energiequelle in der inländischen Stromerzeugung.

Die Stromeinspeisung aus Photovoltaik nahm 2025 gegenüber dem Vorjahr deutlich um 17,4 % auf 70,1 Milliarden Kilowattstunden zu. Dies entsprach 16,0 % der gesamten inländischen Stromproduktion. Damit stiegen sowohl die produzierte Menge als auch der Anteil an Strom aus Photovoltaik auf neue Höchstwerte für ein Gesamtjahr seit Beginn der Erhebung im Jahr 2018.

Die Stromeinspeisung aus Wasserkraft sank 2025 deutlich um 22,5 % auf 15,8 Milliarden Kilowattstunden und einen Anteil von 3,6 % der gesamten Stromerzeugung.





Konventionelle Energieträger: Etwas mehr Strom aus Kohle, deutlich mehr aus Erdgas

Die Bedeutung der Kohle für die inländische Stromerzeugung blieb 2025 weitestgehend unverändert: Mit 96,8 Milliarden Kilowattstunden wurden 0,5 % weniger Strom aus Kohle ins Netz eingespeist als im Vorjahr. Der Anteil des Kohlestroms an der gesamten inländischen Stromproduktion sank auf 22,1 %. 2024 hatte er bei22,5 % gelegen.

Die Stromeinspeisung aus Erdgas stieg 2025 gegenüber dem Vorjahr deutlich um 10,2 % auf 70,6 Milliarden Kilowattstunden und einen Anteil von 16,1 % der gesamten Stromproduktion. Wie beim Strom aus Photovoltaik wurden auch hier die höchste produzierte Strommenge und der höchste Anteil an der gesamten inländischen Stromerzeugung seit Beginn der Erhebung im Jahr 2018 erreicht. Im Jahr 2022 war der Anteil von Erdgas an der Stromerzeugung infolge des russischen Angriffs auf die Ukraine und der angespannten Situation auf dem Gasmarkt auf 11,5 % gefallen. 2023 war der Anteil von Strom aus Erdgas dann auf 13,7 % und 2024 auf 14,8 % gestiegen.

Importüberschuss 2025 um gut ein Viertel geringer als im Vorjahr

Die nach Deutschland importierte Strommenge sank im Jahr 2025 im Vergleich zu 2024 um 2,6 % auf 79,6 Milliarden Kilowattstunden (2024: 81,7 Milliarden Kilowattstunden). Demgegenüber stieg die aus Deutschland exportierte Strommenge um 8,7 % auf 60,2 Milliarden Kilowattstunden (2024: 55,4 Milliarden Kilowattstunden). Dennoch hat Deutschland im dritten Jahr in Folge deutlich mehr Strom importiert als exportiert. Der Importüberschuss sank allerdings um 26,2 % von 26,3 Milliarden Kilowattstunden im Jahr 2024 auf 19,4 Milliarden Kilowattstunden im Jahr 2025.

Energiemix im Zeitverlauf: Fast ein Viertel mehr Strom aus erneuerbaren Quellen seit 2018

Im langfristigen Trend ist ein deutlicher Wandel in der inländischen Stromerzeugung erkennbar: Während bis 2022 konventionelle Energieträger dominierten, wurde seit 2023 mehr Strom durch erneuerbare Energien erzeugt. 2025 wurde in fast allen Monaten mehr Strom aus erneuerbaren als aus konventionellen Energieträgern eingespeist. Im Jahr 2018, demersten Jahr der Erhebung, waren mit 207,5 Milliarden Kilowattstunden noch fast ein Viertel weniger Strom aus erneuerbaren Energien erzeugt und ins Netz eingespeist worden als 2025. Parallel dazu nahm die Stromerzeugung aus konventionellen Energiequellen deutlich ab. Während 2018 noch 355,8 Milliarden Kilowattstunden aus fossilen Quellen eingespeist worden waren, halbierte sich dieser Wert auf 175,0 Milliarden Kilowattstunden im Jahr 2024. Im Jahr 2025 stieg die Stromerzeugung aus konventionellen Energieträgern wieder leicht auf 181,3 Milliarden Kilowattstunden.

Energieflüsse im Zeitverlauf: Stromproduktion im Inland gesunken, Importe gestiegen

Die Stromerzeugung in Deutschland war im Jahr 2025 trotz des Anstiegs im Vorjahresvergleich deutlich niedriger als zu Beginn der Zeitreihe im Jahr 2018. Damals hatte die inländisch erzeugte Strommenge bei 566,8 Milliarden Kilowattstunden gelegen, im Jahr 2025 war sie mit 438,2 Milliarden Kilowattstunden um 22,7 % geringer. Bis 2022 hatte Deutschland jedes Jahr mehr Strom exportiert als importiert, es bestand also ein Exportüberschuss. Dies kehrte sich 2023 um. Seitdem übersteigen die Stromimporte die Stromexporte und es besteht ein Importüberschuss.

Die Summe aus der inländischen Stromeinspeisung und den Stromimporten abzüglich der Stromexporte ergibt die tatsächlich im deutschen Stromnetz verfügbare und nachgefragte Strommenge. Diese war im Jahr 2025 mit 457,6 Milliarden Kilowattstunden um 11,7 % geringer als im Jahr 2018 (518,0 Milliarden Kilowattstunden).

Methodische Hinweise:

In der Statistik erfasst werden alle Kraftwerke und Erzeugungsanlagen in Deutschland, die Strom in das Netz für die allgemeine Versorgung einspeisen. Nicht enthalten ist zum Beispiel Strom, der in Industriekraftwerken erzeugt und direkt in den Industriebetrieben wieder verbraucht wird oder Strom, der durch Photovoltaikanlagen privater Haushalte erzeugt und im Haushalt verbraucht wird. Die im Inland erzeugte und ins Netz eingespeiste Strommenge ist auch deshalb nicht gleichzusetzen mit dem Stromverbrauch, da auf dem Weg zu den Verbrauchsstellen sogenannte Netzverluste auftreten sowie der Saldo aus Stromimporten und -exporten berücksichtigt werden muss.

Die Daten zu den im- und exportieren Strommengen beziehen sich auf die physischen Mengen an den Grenzübergangspunkten. Bei Stromimporten gibt die Statistik keine Auskunft über die im Ausland zur Stromerzeugung eingesetzten Energieträger. Zudem werden Daten zu den Preisen im- und exportierter Strommengen in der Statistik nicht erfasst.

Weitere Informationen:

Weitere methodische Hinweise und Ergebnisse bietet die Themenseite"Energieerzeugung"im Internetangebot des Statistischen Bundesamtes.

Weitere Ergebnisse und lange Zeitreihen zur Monatserhebungüber die Stromein- und -ausspeisung bei Netzbetreibern können in der Datenbank GENESIS-Online über die Tabelle stromeinspeisende Anlagen (43312-0001) abgerufen werden.

Diese Pressemitteilung ist, gegebenenfalls ergänzt mit weiteren Informationen und Verlinkungen zum Thema, veröffentlicht unter www.destatis.de/pressemitteilungen.

Weitere Auskünfte:
Energiestatistik
Telefon: +49 611 75 2929
www.destatis.de/kontakt

Pressekontakt:

Statistisches Bundesamt
Pressestelle
www.destatis.de/kontakt
Telefon: +49 611-75 34 44


Original-Content von: Statistisches Bundesamt,übermittelt durch news aktuell


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Datum: 06.03.2026 - 08:00 Uhr
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Kategorie:

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