Wolf ins Bundesjagdgesetz aufgenommen - Herdenschutz weiter stärken - Zur Aufnahme des Wolfes ins Jagdrecht

(ots) - Mit der Aufnahme des Wolfs in das Bundesjagdgesetz erleichtern wir die Entnahme von Problemwölfen und schaffen die Grundlage für ein Bestandsmanagement, das sowohl dem Artenschutz als auch der Weidetierhaltung gerecht wird.
Isabel Mackensen-Geis, stellvertretende ernährungs- und landwirtschaftspolitische Sprecherin:
"Die Rückkehr des Wolfs nach Deutschland ist ein Erfolg des Arten- und Naturschutzes. Gleichzeitig hat mit der wachsenden Wolfspopulation auch das Konfliktpotenzial mit der Weidetierhaltung spürbar zugenommen. Gerade im ländlichen Raum wird diese Entwicklung intensiv diskutiert. Diese Sorgen nehmen wir ernst. Wir stärken die Weidetierhaltung.
Mit dem Gesetz nehmen wir den Wolf in das Bundesjagdgesetz auf. Neben dem Primat des präventiven Herdenschutzes sowie der Entnahme von Problemwölfen wird das Bundesjagdgesetz um die Option der Bejagung im Rahmen eines Bestandsmanagements und der Ausweisung von Weidegebieten ergänzt.
Der Wolf bleibt weiterhin eine geschützte Art. Alle Maßnahmen sind der Erhaltung und Herstellung des günstigen Erhaltungszustands der Wolfspopulation verpflichtet. Er ist durch das europäische Naturschutzrecht vorgegeben und daher Voraussetzung auch für das Bestandsmanagement.
Mit dem Entschließungsantrag von SPD und CDU/CSU sorgen wir dafür, dass Bund und Länder gemeinsame Leitlinien erarbeiten, damit das Bestandsmanagement bundesweit einheitlich und rechtssicher umgesetzt wird und zugleich der günstige Erhaltungszustand der Wolfspopulation im gesamten Bundesgebiet gewahrt bleibt.
Darüber hinaus wollen wir die Weidetierhaltung und den präventiven Herdenschutz gezielt stärken.
Als Koalition bekennen wir uns zum Runden Tisch Wald/Wild . Hier sollen Bund, Länder sowie Verbände aus Wald, Jagd und Naturschutz bis Ende 2026 Lösungen für den bestehenden Wald-Wild-Konflikt vorlegen.
Unser Ziel ist klar: Nur wenn rechtssichere Entnahme, wirksamer Herdenschutz, verlässliches Monitoring und klare Zuständigkeiten zusammengedacht werden, kann dauerhaft Akzeptanz für den Wolf in unserer Kulturlandschaft entstehen. Der Herdenschutz bleibt das wichtigste Instrument, um Konflikte zwischen Wolf und Weidetierhaltung zu minimieren."
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Datum: 05.03.2026 - 16:09 Uhr
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