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Mentale Gesundheit im Lehrerberuf: Expertin Stefanie Schnier ruft auf didacta und Leipziger Buchmesse zum Umdenken auf

ID: 2235656

(ots) - Psychische Belastung im Lehrerberuf wird zunehmend zu einem Gesundheitsrisiko. Expertin Stefanie Schnier macht auf der didacta (10. bis 14. März in Köln) und der Leipziger Buchmesse (19. bis 22. März) auf die mentale Gesundheit von Lehrkräften aufmerksam. In ihrem Buch"Wenn nichts mehr geht"(Orbita Media Verlag) zeigt sie Wege ausÜberlastung - von präventiven Strategien bis zu persönlichen Erfahrungen, etwa wie Stand-up-Paddleboarding ihr half, Körper und Geist wieder ins Gleichgewicht zu bringen.

Wenn der Arbeitstag schon mit Druck beginnt

Für viele Lehrerinnen und Lehrer beginnt der Tag nicht mit Vorfreude, sondern mit Erschöpfung. Das Klingeln des Weckers löst bereits Stress aus: Gedanken kreisen um Korrekturen, anstehende Meetings, Elternanfragen, unerledigte Aufgaben vom Vortag und die immer länger werdenden To-do-Listen.

"Manchmal fühle ich mich schon vor dem ersten Schritt ins Klassenzimmer ausgelaugt", berichtet eine Lehrerin aus Berlin, die anonym bleiben möchte."Es ist, als würde man gegen einen ständigen Strom an Aufgaben schwimmen."Dieser Zustand ist für zahlreiche Lehrkräfte Realität - und Studien belegen, dass er kein Einzelfall ist. Weltweit zeigen bis zu 74 % der Lehrkräfte moderate bis schwere Symptome von Stress, Burnout, Angst oder Depression. In Deutschland berichten über 80 % von hohem Zeitdruck, psychosozialen Belastungenund Schlafproblemen

Lehrer sein heißt Mehrfachbelastung

Die Anforderungen an Lehrkräfte haben sich in den letzten Jahren massiv verändert. Neben der Vermittlung von Wissen übernehmen sie eine Vielzahl sozialer Rollen: Berater, Mediator, Mentor, Konfliktmanager und oft Ersatz für fehlende Strukturen außerhalb der Schule.

"Lehrerinnen und Lehrer stehen ständig zwischen den Erwartungen der Schule, der Eltern und der Gesellschaft", erklärt Stefanie Schnier."Die Arbeitsbelastung ist hoch, die Zeit zu knapp und die Verantwortung enorm."




Digitalisierung, Inklusion und Heterogenität der Klassen verstärken den Druck zusätzlich. Lehrerinnen und Lehrer berichten von ständiger Erreichbarkeit, kurzfristigen Vertretungen, endlosen Korrekturen und einer Flut an administrativen Aufgaben. Viele fühlen sich, als würde ihre eigene Gesundheit immer weiter hinten anstehen.

Die schleichende Erschöpfung

Schnier kennt diese Belastungen aus eigener Erfahrung. Jahrelang arbeitete sie als Lehrerin, bis die schleichende Erschöpfung sie selbst einholte. In ihrem Buch erzählt sie, wie kleine alltägliche Faktoren sich summierten: unerwartete Konflikte in der Klasse, späte Meetings, Elternabende am Wochenende, das ständige Gefühl, nie alles erledigen zu können - und kaum Raum, eigene Bedürfnisse wahrzunehmen.

"Ich habe lange versucht, einfach weiterzumachen", sagt Schnier."So wie viele meiner Kolleginnen und Kollegen."

Die Symptomeäußerten sich in Schlafproblemen, Rückzug, innerer Unruhe und dem Gefühl, den Anforderungen nicht mehr gerecht zu werden. Ein klassischer Burnout - und ein Spiegelbild dessen, was viele Lehrkräfte erleben.

Lesungen, Workshops und SUP-Gewinnspiel auf den Messen

Auf der didacta in Köln und der Leipziger Buchmesse präsentiert Schnier nicht nur ihr Buch, sondern führt auch Lesungen und Workshops durch, die Lehrkräften, Fachpublikum und Interessierten konkrete Strategien zur Prävention von Überlastung zeigen.

Ein besonderes Highlight ist das SUP-Gewinnspiel, bei dem Messebesucherinnen und -besucher ein Board gewinnen können. Das macht das Thema erlebbar und symbolisiert, wie Bewegung und Selbstfürsorge zur mentalen Gesundheit beitragen."Viele erkennen sich in meiner Geschichte wieder", sagt Schnier."Das zeigt: Mentale Gesundheit ist ein Thema, das uns alle betrifft - undüber das offen gesprochen werden muss."

Der Weg zurück ist für Schnier nicht nur eine Frage der Organisation oder der Mentaltechnik, sondern auch der Bewegung. Als leidenschaftliche Stand-up-Paddleboarderin (SUP) entdeckt sie, dass Sport auf dem Wasser eine meditative Wirkung hat: Körperliche Anstrengung, Rhythmus und das Spiel mit den Wellen helfen ihr, Abstand zu gewinnen, den Kopf frei zu bekommen und Stress abzubauen.

"Das SUP-Board wurde für mich ein Symbol für Balance", sagt Schnier."Stabilität bedeutet nicht Stillstand, sondern Bewegung - nur wer sich bewegt, bleibt im Gleichgewicht."

Auf den Messen macht sie dies greifbar: Besucherinnen und Besucher können an kleinen Lesungen sowie an einem Gewinnspiel teilnehmen und ein SUP-Board gewinnen. Es ist mehr als ein Geschenk: Es ist eine Erinnerung, dass

Tipps aus Schniers Buch

Schnier gibt praxisnahe Impulse:


- Selbstreflexion: regelmäßig prüfen, wie es einem geht
- Grenzen setzen: lernen, Nein zu sagen
- Bewegung&Achtsamkeit:SUP, Yoga oder Spaziergänge helfen, Stress abzubauen
- Austausch suchen:Kollegiale Beratung, Coaching oder Supervision nutzen
- Erfolge feiern: kleine Erfolge bewusst wahrnehmen
-"Gesunde Lehrkräfte gestalten gesunde Schulen", betont Schnier."Wer sich selbst ernst nimmt, kann langfristig bessere Bildung leisten."

Ein System unter Druck

Experten betonen:Überlastung ist kein individuelles Problem. Lehrkräftemangel, steigende Heterogenität, Digitalisierung, Inklusion und zunehmende Bürokratie summieren sich zu einem strukturellen Risiko. Ohne präventive Maßnahmen droht ein Teufelskreis: Überlastete Lehrkräfte fallen aus, Vertretungen fehlen, der Druck auf verbleibende Kolleginnen und Kollegen steigt weiter.

Mentale Gesundheit wird daher zunehmend als strategische Ressource für Bildungsqualitäterkannt.

Dieöffentliche Debatte und die Messen

Mit ihren Messeauftritten verbindet Schnier mehr als Buchpräsentation. Sie macht mentale Gesundheit zu einem sichtbaren und diskutierten Thema, zeigt konkrete Strategien auf, inspiriert zu Veränderungen und setzt Impulse für das gesamte Bildungssystem.

"Wenn wir wollen, dass Schule trägt, müssen auch die Menschen getragen werden, die sie gestalten", sagt Schnier.

Die Kombination aus Buch, Lesungen, Workshops und Gewinnspiel für das SUP-Board sorgt für Aufmerksamkeit, Medienpräsenz und bietet gleichzeitig einen praktischen Anknüpfungspunkt, um über mentale Gesundheit zu sprechen.

Fakten-Box


- Bis zu 74 % der Lehrkräfte weltweit zeigen moderate bis schwere Stress- oder Burnout-Symptome.
-Über 80 % der Lehrkräfte in Deutschland berichten von dauerhaftem Zeitdruck und psychosozialen Belastungen.
- Strukturelle Arbeitsbelastung führt zu Erschöpfung, Schlafproblemen und verminderter Unterrichtsqualität.
- Bewegung und Selbstfürsorge, wie SUP, sind entscheidende Faktoren zur Prävention - zentral in Schniers Buch.
- Messen wie didacta und Leipziger Buchmesse tragen dazu bei, dieöffentliche Diskussion über mentale Gesundheit im Bildungsbereich zu stärken.

Pressekontakt:

Stefanie Schnier
presse(at)stefanieschnier.de
Tel: +49(0)3025784073


Original-Content von: Stefanie Schnier,übermittelt durch news aktuell


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Datum: 05.03.2026 - 07:00 Uhr
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Kategorie:

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