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Leere Speicher: BSW kritisiert Gaslieferungen an die Ukraine / Reserven bald unter 20 Prozent? - Wagenknecht:"Wirtschaftsministerin sollte zurücktreten"/

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(ots) - Osnabrück. Angesichts der sich einem Allzeittief nähernden Gasreserven hält das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) soeben angelaufene Gaslieferungen in die Ukraine für unverantwortlich."Dass Deutschland Gas in die Ukraine liefert, während sich bei uns die Gasspeicher leeren, ist unglaublich. Bundeswirtschaftsministerin Reiche ist heillos überfordert und sollte zurücktreten", sagte BSW-Gründerin Sahra Wagenknecht der"Neuen Osnabrücker Zeitung"(noz). Noch nie seien die Gasspeicher um diese Zeit so leer gewesen, das sei extrem besorgniserregend.

Zuletzt waren die Gasspeicher nur noch zu 20,52 Prozent gefüllt, ein für Ende Februar beispiellos niedriges Niveau. Den niedrigsten Füllstand seit Beginn der Datenerfassung 2011 gab es 2018, er lag bei 14,1 Prozent - aber erst im April. In den vergangenen Wochen hatten stetig sinkende Füllstände eine Debatte darüber ausgelöst, ob die Reserven in den Gaspeichern bis zum Ende des Winters ausreichen.

Seit wenigen Tagen liefert Deutschland nun erstmalsüber das LNG-Terminal auf Rügen aus den USA stammendes Flüssiggas nach der Regasifizierung über Polen an die Ukraine. Das teilte der staatliche ukrainische Energiekonzern Naftogas mit. Die Energieinfrastruktur ist nach wie vor eines der Hauptziele der russischen Armee im Krieg gegen dieUkraine. Laut Bundesregierung liefert Deutschland kein Gas aus eigenen Beständen an die Ukraine; es werde lediglich Gas weitergeleitet.

Angesichts der jüngsten Entwicklung sagte BSW-Gründerin Wagenknecht noz mit Blick auf Deutschland:"Dass die Bundesregierung nicht in der Lage ist, eine verlässliche - geschweige denn preiswerte - Energieversorgung der noch drittgrößten Volkswirtschaft der Welt zu garantieren, zeigt wieder einmal: Wir werden von Dilettanten regiert."

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