Amateurschiedsrichter wird verdächtigt, Gewalttaten nach Heiratsantrag vorgetäuscht zu haben - Polizei durchsucht Haus

(ots) - Das Haus des Amateur-Schiedsrichters Pascal Kaiser, der vor einem Bundesligaspiel seinem Freundöffentlich einen Heiratsantrag gemacht hatte und danach körperlich attackiert worden sein soll, ist von der Polizei durchsucht worden. Zudem wurde angeordnet, den 27-Jährigen und seinen Lebensgefährten rechtsmedizinisch zu untersuchen, wie der"Kölner Stadt-Anzeiger"(Donnerstag-Ausgabe). Kaiser stehe unter Verdacht, Drohmails gegen sich selber geschrieben zu haben. Das Gutachten der Rechtsmediziner solle klären, ob der Schiedsrichter sich selbst verletzt oder sein Partner ihn geschlagen haben könnte und die Überfälle womöglich erfunden sein könnten. Kaiser hatte am 30. Januar vor der Partie des 1. FC Köln gegen den VFL Wolfsburg seinem Freund vor 50.000 Zuschauern einen Heiratsantrag gemacht. In den Wochen danach hatte er angegeben, zweimal angegriffen und geschlagen worden zu sein. Zum Beweis veröffentlichte er ein Foto mit einem geschwollenen blauen Auge. Zugleich erstattete der junge Schiedsrichter eine Anzeige wegen gefährlicher Körperverletzung.
Seine Schilderungen des Vorfalls hat bundesweite Aufmerksamkeit erregt. Vor allem in den sozialen Medien verbreitete sich die Geschichte schnell. Möglicherweise ging es bei den Attacken um ein homophobes Motiv, wurde spekuliert. Oder um Unterschlagungsvorwürfe, die ein früherer Arbeitgeber gegen Kaiser in den Tagen nach dem Heiratsantrag auf Instagram erhoben hatte. Der 1. FC Köln hatte die angeblichen Gewaltaktionen gegen Kaiser scharf verurteilt:"Der blanke Hass, der hinter dieser feigen Attacke steckt, bestätigt auf abscheuliche Art und Weise, wie wichtig unser Engagement als FC-Familie gegen jegliche Form von Gewalt ist", schrieb der Verein auf"Instagram".
Nach Informationen des"Kölner Stadt-Anzeiger"haben IT-Forensiker der Polizei bei den Ermittlungen Erkenntnisse gewonnen, dass die angeblichen Droh-Mails vor den Angriffen womöglich durch Kaiser oder seinen Partner fingiert worden sein könnten. Etliche Datenträger wurden sichergestellt, darunter die Handys der Tatverdächtigen. Auf Anfrage der Zeitung bestätigte die Staatsanwaltschaft Köln,"gegen einen in Wermelskirchen wohnhaften Mann Ermittlungen wegen des Anfangsverdachts des Vortäuschens von Straftaten aufgenommen"zu haben."Er ist verdächtig, Körperverletzungsdelikte zu seinem Nachteil vorgetäuscht und zuvor vermeintlich an ihn gerichtete Drohnachrichten selbst verfasst und abgesandt zu haben", so der Sprecher der Behörde. Deshalb habe eine"Durchsuchung der Wohnräume des Beschuldigten stattgefunden, anlässlich derer Beweismittel sichergestellt worden sind". Ob es sich bei dem Beschuldigten um den Amateur-Schiedsrichter handelt, dazuäußerte sich der Sprecher"mit Blick auf die im Ermittlungsverfahren geltende Unschuldsvermutung und von mir zu wahrende Persönlichkeitsrechte Verfahrensbeteiligter ausdrücklich nicht".
Zum jetzigen Zeitpunkt würden"keine Fragen zu dem mutmaßlichen Sachverhalt, zu etwaigen Erklärungen gegenüber Ermittlungsbehörden oder zu sonstigen Details beantwortet", teilte der Anwalt des Fußball-Schiedsrichters mit."Aus einer Nichtäußerung"könnten jedoch"keinerlei Rückschlüsse gezogen werden".
Pressekontakt:
Kölner Stadt-Anzeiger
Newsdesk
Telefon: 0221 224 2080
Original-Content von: Kölner Stadt-Anzeiger, übermittelt durch news aktuell
Themen in diesem Fachartikel:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 18.02.2026 - 13:09 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 2232163
Anzahl Zeichen: 0
Kontakt-Informationen:
Ansprechpartner: ots
Stadt:
Köln.
Kategorie:
Sport
Dieser Fachartikel wurde bisher 7 mal aufgerufen.
Der Fachartikel mit dem Titel:
"Amateurschiedsrichter wird verdächtigt, Gewalttaten nach Heiratsantrag vorgetäuscht zu haben - Polizei durchsucht Haus"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Kölner Stadt-Anzeiger (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).




