NurExone&Bayer: Ehemaliger Bayer-Forscher sieht enormes Potenzial in der Exosomen-Technologie–„Regeneration statt nur Verlangsamung von Krankheiten“
(PresseBox) - Ein ehemaliger leitender Wissenschaftler von Bayer, der an der Entwicklung des bis zur FDA-Zulassung gebrachten Medikaments Finerenon beteiligt war, teilt seine Experteneinschätzung zur Zukunft exosomenbasierter Therapien. In einem Interview erläutert Lars Bärfacker, warum er überzeugt ist, dass die Exosomen-Technologie die Behandlung von Nervenschäden grundlegend verändern könnte – und welche Faktoren aus wissenschaftlicher und Investorensichtentscheidend sind.
Das Biotech-Unternehmen NurExone Biologic Inc. (WKN: A3DNSU | ISIN: CA67059R1091) entwickelt exosomenbasierte Therapien zur Regeneration geschädigter Nerven. Das Leitprogramm ExoPTEN adressiert Indikationen wie Rückenmarksverletzungen und Glaukom – beides große Märkte mit erheblichem ungedecktem medizinischem Bedarf. Mit seiner langjährigen Erfahrung in der Wirkstoffforschung und translationalen Entwicklung gibt Lars Bärfacker eine unabhängige Experteneinschätzung zur Technologieplattform von NurExone und zu deren Bedeutung für die regenerative Medizin insgesamt.
Herr Bärfacker, Sie waren an der Forschung zu Finerenon beteiligt, einem Wirkstoff, der schließlich bis zur FDA-Zulassung gebracht wurde – ein klarer Werttreiber für Bayer. Wenn Sie auf neue Plattformen wie exosomenbasierte Therapien blicken: Welche Faktoren entscheiden darüber, ob darauserfolgreiche medizinische und wirtschaftliche Innovationen entstehen können?
Eine fundierte Bewertung beginnt immer bei den Patientenbedürfnissen und dem Ausmaß des ungedeckten medizinischen Bedarfs. Daraus ergibt sich die zentrale Frage der wissenschaftlichen Differenzierung: Ermöglicht die Technologie deutlich stärkere Effekte als bestehende Ansätze oder eröffnet sie völlig neue therapeutische Mechanismen?
Im Fall von Exosomen ist insbesondere das regenerative biologische Potenzialüberzeugend. Im Gegensatz zu vielen klassischen Therapeutika, die primär auf Symptomkontrolle oder eine Verlangsamung der Krankheitsprogression abzielen, bieten Exosomen Mechanismen, die aktive Reparaturprozesse unterstützen könnten. Aus Investorensicht sind frühe mechanistische Datenbesonders wichtig – etwa Biomarkersignale, die biologische Relevanz anzeigen, lange bevor klinische Endpunkte messbar sind.
Wie beurteilen Sie vor diesem Hintergrund– auf Basis öffentlich verfügbarer Daten – die Exosomen-Plattform von NurExone?
Was besonders auffällt, ist die Konsistenz der präklinischen Signale. In den präklinischen Studien von NurExone zeigten die Exosomen eine erhöhte CD73-assoziierte Aktivität, ausgeprägte anti-entzündliche Effekte mit Reduktionen von IL-6 und TNF-? in Zellmodellen sowie ein charakteristisches microRNA-Profil, das mit Reparatur- und Heilungsprozessen in Verbindung steht. Genau solche mechanistischen Indikatoren sucht man in frühen Entwicklungsphasen, um das translationale Potenzial einer Plattform einschätzen zu können.
Diese Daten garantieren selbstverständlich keinen klinischen Erfolg, liefern jedoch eine starke wissenschaftliche Begründung für den Übergang in Studien am Menschen. Ebenso wichtig ist, dass das Unternehmen seine wissenschaftliche Arbeit offenbar mit einer klar strukturierten Entwicklungsstrategie verbindet, einschließlich IND-vorbereitender Aktivitäten und skalierbarer GMP-Herstellungsprozesse – beides essenziell für die Glaubwürdigkeit in späteren Entwicklungsphasen.
NurExone fokussiert sich auf Nervenregeneration. Wo sehen Sie hier das größte Differenzierungspotenzial exosomenbasierter Therapien gegenüber bestehenden Behandlungsoptionen?
Naive Exosomen verfügen bereits über eine natürliche polypharmakologische Zusammensetzung. Werden sie zusätzlich mit spezifischen Wirkstoffen wie siRNA oder mRNA beladen, können orthogonale Wirkmechanismen entstehen, die potenziell sehr große Effektstärken ermöglichen.
Die meisten derzeit verfügbaren Therapien in der Neurologie verlangsamen vor allem den Krankheitsverlauf. Exosomenbasierte Ansätze könnten erstmals realistische Perspektiven für eine funktionelle Regeneration eröffnen – etwa bei Rückenmarksverletzungen oder bestimmten neurodegenerativen Erkrankungen.Dieser Übergang von einer reinen „Verlangsamung“ hin zu einer aktiven „Wiederherstellung von Funktion“ stellt einen qualitativen Sprung mit enormen medizinischen und wirtschaftlichen Implikationen dar.
Sie haben zahlreiche Programme bis zu entscheidenden Entwicklungsmeilensteinen begleitet. Auf welche frühen Signale achten Sie besonders, wenn Sie Erfolgsaussichten bewerten und Entwicklungsrisiken einschätzen?
Die Grundlage ist immer eine robuste Pharmakologie. Bereits in der frühen Forschung müssen messbare biologische Effekte identifiziert werden, die später sinnvoll mit einem klinischen Nutzen beim Menschen verknüpft werden können.
In dieser Hinsicht zeigen die präklinischen Daten von NurExone ermutigende Merkmale: In Tiermodellen weisen die Exosomen eine erhöhte biologische Aktivität auf, reduzieren proinflammatorische Botenstoffe deutlich und enthalten microRNAs, die mit Reparaturprozessen assoziiert sind. Diese Befunde deuten darauf hin, dass dieTherapie am vorgesehenen Wirkort aktiv ist und über einen plausiblen Wirkmechanismus verfügt. Der nächste entscheidende Schritt ist nun die Übertragung dieser Signale in frühe klinische Studien, in denen Sicherheit und erste Wirksamkeit untersucht werden, bevor eine Bestätigung inspäteren Entwicklungsphasen erfolgt.
Ein weiterer zentraler Faktor ist das Ausmaß des ungedeckten medizinischen Bedarfs. Indikationen wie Rückenmarksverletzungen, Glaukom oder periphere Nervenschäden sind bislang nur unzureichend behandelbar. Eine hohe Krankheitslast bei gleichzeitig begrenzten Therapieoptionen schafft erhebliches Potenzial für echte Innovation – und damit langfristigen kommerziellen Wert.
Welche Vorteile haben aus Ihrer Erfahrung fokussierte Biotech-Unternehmen gegenüber großen Pharmaorganisationen bei der Entwicklung neuartiger Plattformen wie Exosomen?
Kleinere Biotech-Unternehmen sind häufig besser positioniert, um neue Technologien klinisch zu validieren. Große Pharmaunternehmen steigen in der Regel erst ein, wenn eine Plattform bereits einen klinischen Proof of Concept gezeigt hat.
Agile Strukturen ermöglichen eine klarere Priorisierung, effizientere Kapitalallokation und schnellere Entscheidungsprozesse. Darüber hinaus können mehrere klar definierte Projekte in unterschiedlichen Indikationen das Interesse verschiedener Investorengruppen wecken und die weitere Entwicklung unterstützen.
Abschließend: Wie sehen Sie persönlich die zukünftige Entwicklung von Unternehmen wie NurExone im Exosomen-Bereich?
Die Exosomen-Technologie besitzt ein erhebliches Potenzial. Plattformen, die eine starke mechanistische Grundlage mit einer klaren Entwicklungsstrategie und einem Fokus auf hohen ungedeckten medizinischen Bedarf verbinden, sind gut positioniert, um künftig eine wichtige Rolle in der regenerativen Medizin zu spielen.
Aus persönlicher Sicht finde ich es immer intellektuell spannend, mich mit innovativer Wissenschaft in diesem Bereich auseinanderzusetzen. Sollten sich Gelegenheiten ergeben, Erfahrungen einzubringen oder Ideen auszutauschen, wäre ich dafür grundsätzlich offen – ausschlaggebend muss jedochstets die Qualität der zugrunde liegenden Wissenschaft und ihr potenzieller Nutzen für die Patienten sein.
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Datum: 12.02.2026 - 09:53 Uhr
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