Kölner Karnevals-Dreigestirn verzichtet auf Besuch bei Kardinal Woelki - Verhältnis zum Erzbischof bleibt angespannt

(ots) - Das Verhältnis zwischen dem Festkomitee Kölner Karneval (FK) und Kardinal Rainer Woelki bleibt auch in dieser Session gespannt. Das Kölner Dreigestirn verzichtet erneut auf den früher traditionellen Besuch beim Kölner Erzbischof, wie FK-Sprecher Michael Kramp den"Kölner Stadt-Anzeiger"(Dienstag-Ausgabe) bestätigte. Der Termin war über Jahre hinweg üblich, fand zuletzt jedoch 2020 statt. Kramp verwies darauf, dass die Besuche nach zwei Corona-Jahren und Woelkis verordneter mehrmonatiger Auszeit vom Amt nicht wieder aufgenommen worden seien. Stattdessen trifft das Dreigestirn inzwischen den katholischen Stadtdechanten Robert Kleine und den evangelischen Stadtsuperintendenten Bernhard Seiger, die den Domgottesdienst für Karnevalisten gestalten und bei der Proklamation des Dreigestirns präsent sind. Eine automatische Einladungspraxis gebe es nicht, betonte Kramp. Grundsätzlich sei die Kirche weiterhin ein fester Bestandteil des Karnevals.
Woelki beantwortete Fragen des"Kölner Stadt-Anzeiger"zu einer möglichen erneuten Einladung des Dreigestirns sowie zu eigenen Karnevalsbesuchen nicht. Der Bruch war 2022 sichtbar geworden, als der Kardinal wegen seines Umgangs mit dem Missbrauchsskandal nicht zur Prinzenproklamation eingeladen wurde. Seither blieb eine Einladung in den Gürzenich aus. 2023kritisierte das Festkomitee Woelki öffentlich nach der Abmahnung eines Pfarrers, der auch gleichgeschlechtliche Paare gesegnet hatte. Im vergangenen Jahr warf Woelkis Amtsleiter dem Kölner Karneval wegen eines Mottowagens im Rosenmontagszug eine Verunglimpfung Jesu Christi vor.
Ksta.de/1216920
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Datum: 10.02.2026 - 05:00 Uhr
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