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Handwerkspräsident warnt vor mehr Schwarzarbeit / Jörg Dittrich sieht schlechte Rahmenbedingungen für"ehrliche Betriebe"- Reguläre Leistungen für viele Kunden kaum noch bezahlbar

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(ots) - Der Präsident des Zentralverbands des Deutschen Handwerks, Jörg Dittrich, mahnt bessere Rahmenbedingungen für ehrliche Betriebe an, um ein Erstarken der Schwarzarbeit zu verhindern. Im Interview mit der"Neuen Osnabrücker Zeitung"(noz) sagte Dittrich:"Ich sehe die Gefahr, dass uns ein Wiedererstarken der Schwarzarbeit droht. Wenn reguläre Handwerksleistungen für viele Kundinnen und Kunden kaum noch bezahlbar sind, wächst der Anreiz, auf Schwarzarbeit auszuweichen. Das führt zu Marktverwerfungen, die sich nicht allein durch deutlich mehr Kontrollen beheben lassen. Entscheidender ist, dass die Anreize für Schwarzarbeit wieder schwächer werden. Schwarzarbeit nimmt zu, weil die Rahmenbedingungen fürehrliche Betriebe schlecht sind."

Eine Handwerksleistung dürfe nicht durch die Rahmenbedingungen so teuer werden, dass es sich lohne, auf Handwerksleistungen in der Schwarzarbeit auszuweichen."Fakt ist, dass ein Handwerker heute mehr als sechs Stunden arbeiten muss, um eine Stunde Dienstleistung seines eigenen Betriebes bezahlen zu können. Das waren in den 60er-, 70er-Jahren mal rund dreieinhalb Stunden. Solange Lohnzusatzkosten, Steuern und Abgaben auf dem derzeit hohen Niveau verharren, lässt sich diese Schere auch nicht einfach über Lohnerhöhungen oder einen höheren Mindestlohn schließen."

Er vermisse allerdings einen Plan der Bundesregierung für echte Strukturreformen, die zu einer Senkung der Sozialversicherungsbeiträge führen könnten."Ich frage mich: Wo ist der Plan dieser Koalition? Es wird gehofft, dass die Wirtschaft anspringt. Aber ich habe bislang keine Berechnung gesehen, die aufzeigt, welche Maßnahme welches Wirtschaftswachstum erzeugen soll, und wie dadurch Sozialsicherungssysteme und Investitionen wieder finanzierbar werden", sagte Dittrich. Die bisherigen Maßnahmen zur Belebung der Konjunktur hält er zwar für richtig, aber nicht für ausreichend.

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