On-Premise-Lagerverwaltung für einen ITK-Dienstleister: Wie Governance, Nachvollziehbarkeit und Tempo zusammenfinden
Wenn ein Logistikstandort Rechenzentren versorgt: Lagerprozesse digitalisieren–ohne die Hoheitüber Daten abzugeben

(PresseBox) - Ein Lager ist nicht nur ein Ort, an dem Ware liegt. In vielen Unternehmen ist es der Knotenpunkt, an dem Verfügbarkeit, Kostenkontrolle und Servicequalität täglich neu entschieden werden. Besonders deutlich wird das bei Organisationen, die IT- und Telekommunikationsleistungen anbieten und gleichzeitig physische Produkte bewegen: vom Netzwerkteil bis zum Server-Zubehör. In diesem Kundenfall gehtes um genau so ein Umfeld – und um die Frage, wie ein modernes Lagerverwaltungssystem (LVS) On-Premise eingeführt werden kann, ohne Kompromisse bei Sicherheit, Rollenmodellen und Transparenz einzugehen.
Ausgangslage: ITK-Portfolio trifft auf Lagerrealität
Die anonymisierte Firma ist ein ITK-Dienstleister mit einem zentralen Logistikstandort und betreibt zusätzlich drei eigene Rechenzentren. Ihr Produktportfolio umfasst rund 1.000 Artikel – von Standardkomponenten bis hin zu wertintensiven, serialisierten Geräten. Das Lager versorgt interne Teams, Projekte und Serviceeinsätze, häufig unter Zeitdruck und mit hohen Anforderungen an Dokumentation und Rückverfolgbarkeit.
Strategisch war schnell klar: Ein neues LVS soll her– und zwar bewusst On-Premise. Die Gründe sind in solchen Umgebungen typisch: Datenhoheit, Integrationsfähigkeit in bestehende IT-Landschaften, klare Governance-Regeln und die Möglichkeit, Prozesse fein zu steuern. Gleichzeitig steigen die Erwartungen an Bedienbarkeit und Geschwindigkeit, denn Lagerbuchungen müssen dort passieren, wo Ware tatsächlich bewegt wird – nicht erst später am PC.
Wo die Herausforderungen liegen: Governance, Pflichtfelder und Auswertungstiefe
In der Praxis entstehen aus diesen Rahmenbedingungen mehrere typische Stolpersteine, die in vielen On-Premise-Projekten unterschätzt werden:
Erstens braucht das Unternehmen ein sauberes Berechtigungs- und Rollenmodell. Nicht jede Person darf jeden Prozess ausführen. Gerade kritische Vorgänge wie Inventur oder das Einbuchen von Beständen sollen bewusst auf wenige, verantwortliche Rollen begrenzt sein – während alltägliche Bewegungen wie Ausbuchen, Umlagern oder Rückläuferbuchungen breiter verteilt werden müssen. Das klingt banal, scheitert aber oft an Systemen, die nur „Admin oder nicht Admin“ kennen.
Zweitens geht es um konsequente Buchungsdisziplin. Bei bestimmten Artikeln müssen beim Buchen zusätzliche Angaben verpflichtend sein – etwa eine Kontierungsnummer für die interne Verrechnung oder eine Seriennummer zur eindeutigen Identifikation. Wenn diese Pflichtlogik nicht artikelbezogen steuerbar ist, entstehen Medienbrüche: Informationen werden nachgetragen, Excel-Listen entstehen, oder Daten fehlen komplett. Das ist nicht nur unpraktisch, sondern gefährdet auch Auditierbarkeit und Kostenstellenlogik.
Drittens braucht ein Unternehmen mit ITK-Portfolio nicht nur„Bestände“, sondern auswertbare Bewegungsdaten. Es reicht nicht, zu wissen, dass gebucht wurde – man muss Buchungen später selektieren können, zum Beispiel nach Kontierungsnummern und Zeiträumen, um Projektkosten zu prüfen, interne Verrechnungen zu validieren oder Auffälligkeiten zu finden. Ohne flexible Auswertungen wird das LVS schnell zum Datensilo statt zum Steuerungsinstrument.
Und viertens ist da das Thema Plausibilität: Pflichtfelder bringen wenig, wenn jede beliebige Zeichenfolge akzeptiert wird. Gerade bei Kontierungsnummern ist eine Validierung nach unternehmenseigenen Kriterien (Format, Länge, erlaubte Bereiche) entscheidend, damit Fehler gar nicht erst ins System gelangen.
Lösung:COSYS Lagerverwaltungssystemals On-Premise-Baustein
Hier setzt das COSYS Ident GmbH Lagerverwaltungssystem an, das die zentralen Lagerprozesse digital steuert– von der Bestandsführung bis zu Wareneingang, Einlagerung, Kommissionierung und Warenausgang. Laut Produktbeschreibung bietet ein LVS dabei unter anderem eine Echtzeitübersicht über Artikel, Lagerplätze, Chargen und Seriennummern, unterstützt
Ein entscheidender Praxisfaktor ist die mobile Datenerfassung: Mitarbeitende buchen dort, wo die Bewegung passiert– per Smartphone oder MDE-Gerät. Das reduziert Nachbuchungen, beschleunigt Prozesse und erhöht die Datenqualität, weil Scans direkt am Wareneingang&Einlagerung sowie Kommissionierung&Versandkontrolle und ergänzt das Ganze um Reporting und Integrationsmöglichkeiten. Lagerplatz erfolgen. Gerade bei Artikeln mit Seriennummern- oder Chargenbezug ist das wichtig: COSYS beschreibt, dass Artikel, Lagerplätze und Mengen mobil per Barcodescan erfasst werden können – inklusive Chargen, Seriennummern oder MHD.
Für den On-Premise-Wunsch ist außerdem relevant, dass das System lokal auf eigenen Servern betrieben werden kann (alternativ auch in der Cloud). Damit passt es grundsätzlich in IT-Umgebungen, in denen sensible Prozessdaten bewusst im eigenen Rechenzentrum verbleiben sollen.
Rollen, Rechte und Prozesssteuerungüber den COSYS WebDesk
Damit aus„mobile App + Backend“ ein steuerbares Gesamtsystem wird, spielt der COSYS WebDesk eine zentrale Rolle. Er wird als browserbasierte Administrations- und Analyseplattform beschrieben, die u. a. Benutzerverwaltung und Rechte, Aufgabenverteilung sowie BI-Funktionen bündelt. Für unserenUse Case ist genau das der Hebel, um kritische Prozesse (z. B. Einbuchung oder Inventur) gezielt zu begrenzen und zugleich operative Standardprozesse (Ausbuchung, Umlagerung, Rückläufer) für definierte Nutzergruppen freizugeben – ohne Wildwuchs bei Berechtigungen.
Zudem wird der WebDesk ausdrücklich sowohl On-Premise auf Kundenservern als auch in der COSYS Cloud beschrieben. Damit lässt sich die gewünschte Betriebsform konsequent umsetzen, ohne bei der Bedienoberfläche auf veraltete, schwer wartbare Client-Installationen angewiesen zu sein.
Integration in vorhandene Systemlandschaften
In ITK-Organisationen sind Stammdaten und Aufträge oft bereits in etablierten Systemen vorhanden. COSYS nennt die Möglichkeit, ein LVS an ERP-Systeme wie SAP, Microsoft (Dynamics) oder eNVenta anzubinden – „möglich, aber kein Muss“. Das ist in der Praxis wichtig, um Artikelstammdaten konsistent zu halten und doppelte Pflege zu vermeiden.
Business Intelligence: Vom„Buchen“ zum „Steuern“
Damit die Firma nicht nur Prozesse digitalisiert, sondern sie aktiv verbessern kann, wird COSYS Business Intelligence Platform relevant. COSYS beschreibt hier den Schritt von einzelnen Auswertungen hin zu einem ganzheitlichen Bild, in dem Analysen in Relation gesetzt werden und daraus konkrete Handlungsempfehlungen sowie KI-gestützte Prognosen entstehen können.
Im Use Case liefert das einen sehr konkreten Mehrwert: Statt Buchungslisten manuell zu filtern, können Verantwortliche beispielsweise auf einen Blick erkennen, in welchen Zeiträumen auffällig viele Buchungen ohne korrekte Kontierungslogik auftreten, wo Rückläufer häufen oder welche Artikel besonders oft Umlagerungen auslösen. Gleichzeitig lässt sich die Steuerung überDashboards und Echtzeit-Transparenz im WebDesk unterstützen, in dem mobil erfasste Daten zusammenlaufen und ausgewertet werden. COSYS beschreibt BI-Lösungen außerdem als cloudbasierte Plattform mit individuell konfigurierbaren Dashboards, Reports und KPIs sowie dem Ziel, Abweichungen frühzeitig zu erkennen und Entscheidungen zu beschleunigen. (Welche BI-Komponenten im Projekt On-Premise vs. Cloud laufen, wird in der Praxis typischerweise im Architekturkonzept festgelegt.)
Fazit
Der Kundenfall zeigt, dass ein On-Premise-LVS heute mehr leisten muss als„Bestand rein, Bestand raus“. In einem ITK-Umfeld mit Rechenzentren, breitem Portfolio und hohen Governance-Anforderungen zählen vor allem vier Dinge: klare Rollen und Rechte, artikelbezogene Pflichtlogik für kritische Felder, mobile Datenerfassung für Tempo und Datenqualität sowie Auswertungen, die Controlling und Betrieb wirklich unterstützen. Das COSYS Lagerverwaltungssystem adressiert die Kernprozesse von Bestandsführung bis Wareneingang/Warenausgang und kombiniert mobile Erfassung mit zentraler Steuerung und Reporting. Zusammen mit WebDesk und Business Intelligence wird daraus nicht nur ein System zum Buchen, sondern eine Plattform, mit der sich Lagerprozesse nachvollziehbar, sicher und datengetrieben weiterentwickeln lassen.
Die COSYS Ident GmbH mit Sitz in Grasdorf (bei Hildesheim) besteht seit knapp 40 Jahren und ist eines der führenden Systemhäuser im Bereich mobiler Datenerfassungslösungen für Android und Windows. Ein mittelständisches Unternehmen, das seit 1982 die Entwicklung von Identifikationssystemen vorantreibt und heute branchenspezifische Komplettlösungen für nahezu alle gängigen Geschäftsprozesse anbietet. Vom Prozessdesign und der Konzepterstellung, über die Implementierung der Hard- und Software bis hin zum Projektmanagement und maßgeschneiderten Wartungsverträgen, decken wir das komplette Leistungsspektrum der Systementwicklung, Integration und Betreuung ab. Des Weiteren bietet COSYS einen Reparaturservice, WLAN-Funkvermessung, sowie Lösungen für die Bauteil-Rückverfolgung mittels DPM-Codes.
Die COSYS Ident GmbH mit Sitz in Grasdorf (bei Hildesheim) besteht seit knapp 40 Jahren und ist eines der führenden Systemhäuser im Bereich mobiler Datenerfassungslösungen für Android und Windows. Ein mittelständisches Unternehmen, das seit 1982 die Entwicklung von Identifikationssystemen vorantreibt und heute branchenspezifische Komplettlösungen für nahezu alle gängigen Geschäftsprozesse anbietet. Vom Prozessdesign und der Konzepterstellung,über die Implementierung der Hard- und Software bis hin zum Projektmanagement und maßgeschneiderten Wartungsverträgen, decken wir das komplette Leistungsspektrum der Systementwicklung, Integration und Betreuung ab. Des Weiteren bietet COSYS einen Reparaturservice, WLAN-Funkvermessung, sowie Lösungen für die Bauteil-Rückverfolgung mittels DPM-Codes.
Datum: 06.02.2026 - 09:30 Uhr
Sprache: Deutsch
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Kategorie:
Softwareindustrie
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