Neue DiGA-Verordnung: Mehr Bürokratie, weniger Versorgung / Pharma Deutschland kritisiert wachsende Dokumentationspflichten und warnt vor einem Rückschritt für die Digitalisierung im Gesundheitswesen

(ots) - Mit der heute im Bundesanzeiger veröffentlichten Zweiten Verordnung zur Änderung der Digitale-Gesundheitsanwendungen-Verordnung verschärft die Bundesregierung die Anforderungen an Hersteller digitaler Gesundheitsanwendungen erneut. Das führt zu zusätzlichen Dokumentations-, Auswertungs- und Berichtspflichten, erzeugt aber keinen erkennbaren Mehrwert für Patientinnen und Patienten. Statt Innovation zu ermöglichen, werden personelle und finanzielle Ressourcen in bürokratische Prozesse umgeleitet, die kaum belastbare Erkenntnisse für die Versorgung liefern.
"Mit dieser Verordnung wird eine Entwicklung aufgehalten, die für die Digitalisierung unseres Gesundheitswesens dringend nötig ist", erklärt Dorothee Brakmann, Hauptgeschäftsführerin von Pharma Deutschland."Statt digitale Therapien in der Breite ankommen zu lassen, werden Hersteller mit immer neuen Auflagen konfrontiert - so entstehen weniger Innovationen, nicht mehr Versorgungsqualität."
Schon heute sind DiGA als Medizinprodukte umfassend geprüft, ihre Sicherheit, Funktionstauglichkeit, Datenschutzanforderungen und positiven Versorgungseffekte werden im Zulassungsprozess bewertet. Zugleich zeigt der Pharma Deutschland Gesundheitsmonitor, dass Bekanntheit und Nutzung von DiGA in der Bevölkerung noch deutlich Luft nach oben haben - Potenziale, die nur mit einfachen Zugangswegen und weniger Hürden gehoben werden können. Anstatt zusätzliche Pflichtinstrumente wie die anwendungsbegleitende Erfolgsmessung in der nun vorgesehenen Form aufzubauen, braucht es flexible, praxistaugliche Lösungen zwischen Herstellern und GKV,die digitale Innovation tatsächlich in die Versorgung bringen.
_______________
Der Pharma Deutschland e.V. ist der mitgliederstärkste Branchenverband der Pharmaindustrie in Deutschland. Er vertritt die Interessen von rund 400 Mitgliedsunternehmen, die in Deutschland ca. 80.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigen. Die in Pharma Deutschland e.V. organisierten Unternehmen tragen maßgeblich dazu bei, die Arzneimittelversorgung in Deutschland zu sichern. So stellen sie fast 80 Prozent der in Apotheken verkauften rezeptfreien und fast zwei Drittel der rezeptpflichtigen Arzneimittel sowie einen Großteil der stofflichen und dentalen Medizinprodukte für die Patientinnen und Patienten bereit. Unter www.pharmadeutschland.de gibt es mehr Informationen zu Pharma Deutschland.
Ihre Ansprechpartner in der Pressestelle von Pharma Deutschland:
Hannes Hönemann
Leiter Abteilung Presse- undÖffentlichkeitsarbeit
T. +49 171 5618203
hoenemann(at)pharmadeutschland.de
Anna Frederike Gutzeit
CvD Presse- undÖffentlichkeitsarbeit
T. +49 170 4548014
gutzeit(at)pharmadeutschland.de
Geschäftsstelle Berlin
Pharma Deutschland e.V.
Friedrichstraße 134
10117 Berlin
Geschäftsstelle Bonn
Pharma Deutschland e.V.
Ubierstraße 71-73
53173 Bonn
Geschäftsstelle Brüssel
Pharma Deutschland e.V.
Rue Marie de Bourgogne 58
1000 Brüssel
www.pharmadeutschland.de
LinkedIn: https://www.linkedin.com/company/pharmadeutschland/
Original-Content von: Pharma Deutschland e.V.,übermittelt durch news aktuell
Themen in diesem Fachartikel:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 29.01.2026 - 15:00 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 2227967
Anzahl Zeichen: 0
Kontakt-Informationen:
Ansprechpartner: ots
Stadt:
Berlin
Kategorie:
Gesundheit & Medizin
Dieser Fachartikel wurde bisher 7 mal aufgerufen.
Der Fachartikel mit dem Titel:
"Neue DiGA-Verordnung: Mehr Bürokratie, weniger Versorgung / Pharma Deutschland kritisiert wachsende Dokumentationspflichten und warnt vor einem Rückschritt für die Digitalisierung im Gesundheitswesen"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Pharma Deutschland e.V. (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).




