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Sprachbarrieren in der Produktionüberwinden: Strategien für sichere Abläufe

ID: 2226066

Schritt für Schritt zu fehlerfreien Abläufen–ohne Sprachbarrieren


(PresseBox) - Eine neue Mitarbeiterin aus Ungarn steht an der Montagelinie und soll einen komplexen Arbeitsschritt ausführen. Die schriftliche Anweisung versteht sie nur bruchstückhaft, nachfragen traut sie sich nicht. Der erfahrene Kollege, der eigentlich einarbeiten sollte, ist mit seinen eigenen Aufgaben ausgelastet. Am Ende des Tages: ein Fehler, der Nacharbeit erfordert – und ein Produktionsleiter, der wieder einmal Probleme lösen muss, statt sich um die eigentliche Steuerung der Fertigung zu kümmern.

Die deutsche Industrie beschäftigt heute Arbeitskräfte aus über 150 Nationen. Laut Bundesagentur für Arbeit lag der Anteil ausländischer Beschäftigter im verarbeitenden Gewerbe 2023 bei 15,4 Prozent – Tendenz steigend. Für Produktionsleiter bedeutet das: Sicherheitsrisiken steigen, Fehlerquoten wachsen, die Einarbeitung dauert länger als geplant. Erfahrene Mitarbeitende werden durch ständige Einweisungen von ihrer eigentlichen Arbeit abgehalten. Die gute Nachricht: Moderne digitale Lösungen können diese Spirale durchbrechen.

Warum Sprachbarrieren zum kritischen Produktionsfaktor werden

Die demografische Entwicklung zwingt Industrieunternehmen zum Handeln. Bis 2035 werden laut Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) rund sieben Millionen Erwerbspersonen fehlen. Ohne internationale Fachkräfte lässt sich die Produktion nicht aufrechterhalten.

Sicherheitsrisiken und Qualitätsverluste

Sprachliche Verständigungsprobleme gefährden unmittelbar die Arbeitssicherheit. Eine Analyse der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) zeigt, dass Kommunikationsdefizite bei etwa 25 Prozent aller Arbeitsunfälle eine Rolle spielen. Besonders kritisch wird es bei Gefahrstoffhandhabung, Maschinenbedienung und Notfallsituationen.

Fehlinterpretierte Arbeitsanweisungen führen zusätzlich zu Ausschuss, Nacharbeit und Reklamationen. Das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik beziffert die Kosten mangelhafter Kommunikation in der Fertigung auf durchschnittlich 3–5 Prozent der Produktionskosten. Für einen Produktionsleiter, der ohnehin unter Zeitdruck Entscheidungen treffen muss, bedeutet jede Fehlerkette zusätzlichen Koordinationsaufwand.





Doppelbelastung für erfahrene Mitarbeitende

Langjährige Fachkräfte kennen das Problem: Neben der eigentlichen Arbeit sollen sie neue Kolleginnen und Kollegen einweisen, oft ohne ausreichend Zeit und ohne passende Hilfsmittel. Die Arbeitsanweisungen, die in der Theorie existieren, passen häufig nicht zur Praxis. Das frustriert beide Seitenund bindet Kapazitäten, die an anderer Stelle fehlen.

Klassische Lösungsansätze und ihre Grenzen

Viele Unternehmen setzen auf Sprachkurse, Tandem-Programme oder mehrsprachige Schlüsselpersonen. Diese Maßnahmen haben ihre Berechtigung, stoßen aber schnell an Grenzen.

Sprachkurse brauchen Zeit

Berufsbezogene Deutschkurse vermitteln wichtiges Fachvokabular. Doch bis ein Mitarbeiter sicher kommuniziert, vergehen Monate. In dieser Zeit bleiben die Risiken bestehen. Für neue Mitarbeitende, die schnell produktiv werden sollen, ist das keine kurzfristige Lösung.

Übersetzer-Apps reichen nicht aus

Smartphone-basierteÜbersetzungstools wie DeepL liefern für Alltagskommunikation brauchbare Ergebnisse. Bei Fachterminologie versagen sie jedoch regelmäßig."Vorschub"oder"Spannfutter"werden oft fehlerhaftübersetzt. Im Produktionsalltag ist das Smartphone zudem unpraktisch – Hände sind schmutzig, Handschuhe stören, Zeitdruck herrscht.

Mehrsprachige Mitarbeitende als Engpass

Sprachmittler im Team sind wertvoll, aber nicht immer verfügbar. Schichtarbeit, Urlaub oder Krankheit führen zu Lücken. Außerdem werden diese Mitarbeitenden von ihrer eigentlichen Arbeit abgehalten. Ein Teufelskreis, der die Produktivität des gesamten Teams belastet.

Digitale Werkerführung: Sprache wird überflüssig

Ein grundlegend anderer Ansatz setzt nicht auf bessereÜbersetzung, sondern auf visuelle Kommunikation. Digitale Werkerführungssysteme zeigen Arbeitsschritte als Bilder, Videos oder Animationen, unabhängig von der Muttersprache des Mitarbeitenden.

So funktioniert visuelle Arbeitsanleitung

Der Mitarbeiter sieht auf einem Bildschirm oder Tablet exakt, welcher Handgriff als Nächstes folgt. Jeder Schritt wird visuell dargestellt: Welches Werkzeug? Welche Position? Welche Reihenfolge? Text spielt nur eine untergeordnete Rolle oder entfällt ganz.

Vorteile für alle Beteiligten

Für Produktionsleiter: Weniger Rückfragen, weniger Korrekturen, weniger Konflikte durch Missverständnisse. Die Transparenz über aktuelle Produktionsschritte steigt, Entscheidungen unter Zeitdruck werden fundierter.

Für erfahrene Mitarbeitende: Die Überlastung durch ständige Einweisungen entfällt. Das eigene Fachwissen fließt einmalig in die Erstellung der Anleitungen ein – danach arbeitet das System.

Für neue Mitarbeitende: Schritt-für-Schritt-Anleitungen geben Sicherheit, auch ohne perfekte Sprachkenntnisse. Die Eingewöhnung in die neue Arbeitskultur gelingt schneller, weil die Unsicherheit beim Befolgen von Arbeitsanweisungen sinkt.

Für die Arbeitsvorbereitung: Klare, verständliche Arbeitsanweisungen lassen sich einmal erstellen und konsistent ausrollen. Die komplexe Koordination verschiedener Aufträge wird einfacher, wenn alle Mitarbeitenden dieselbe visuelle Basis nutzen.

Integration von Sicherheitsunterweisungen

Besonders wertvoll ist die Einbindung sicherheitsrelevanter Inhalte. Gefahrenhinweise erscheinen kontextbezogen genau dann, wenn sie relevant sind, nicht als abstrakte Information in einer Schulung, sondern direkt am Arbeitsplatz. Piktogramme und Warnsymbole sind international verständlich und erfordern keine Sprachkenntnisse.

Erfolgsfaktoren bei der Einführung

Die Implementierung einer digitalen Werkerführung gelingt besser, wenn einige Grundsätze beachtet werden.

Praxiswissen einbinden

Erfahrene Mitarbeitende wissen oft besser als jede Dokumentation, wie ein Arbeitsschritt wirklich funktioniert. Ihr Wissen sollte bei der Erstellung der visuellen Anleitungen einfließen. Das erhöht die Akzeptanz und stellt sicher, dass die Anleitungen zur Praxis passen, ein häufiger Kritikpunkt an bestehenden Arbeitsanweisungen.

Schrittweise Einführung

Pilotbereiche ermöglichen es, Erfahrungen zu sammeln und das System zu optimieren, bevor es unternehmensweit ausgerollt wird. Die Rückmeldungen der Mitarbeitenden verbessern die Praxistauglichkeit.

Messbare Ergebnisse definieren

Relevante Kennzahlen sind Einarbeitungszeit, Fehlerquote, Unfallzahlen und die Zeit, die erfahrene Mitarbeitende für Einweisungen aufwenden. Wer diese vor und nach der Einführung vergleicht, kann den Nutzen der Investition belegen.

Kulturelle Aspekte nicht vergessen

Sprache ist nur ein Teil der Herausforderung. In manchen Kulturen gilt es als unhöflich, Vorgesetzte zu unterbrechen oder Unverständnis zu signalisieren. Mitarbeitende nicken, obwohl sie nichts verstanden haben.

Digitale Werkerführung umgeht dieses Problem elegant: Der Mitarbeiter muss nicht fragen – die Antwort erscheint automatisch auf dem Bildschirm. Das reduziert Unsicherheiten auf beiden Seiten und entlastet Führungskräfte, die sonst aktiv nachfragen müssten, ob alles verstanden wurde.

Fazit

Sprachbarrieren in der Produktion gefährden Sicherheit, Qualität und Effizienz. Sie belasten Produktionsleiter mit zusätzlichem Koordinationsaufwand und überfordern erfahrene Mitarbeitende, die neben ihrer Arbeit auch noch einweisen sollen. Digitale Werkerführungssysteme bieten einen wirksamen Ausweg: Sie kommunizieren visuell, sind sofort einsetzbar und entlasten alle Beteiligten spürbar. Unternehmen, die diesen Weg gehen, reduzieren Einarbeitungszeiten, senken Fehlerquoten und schaffen Freiräume für die Aufgaben, die wirklich zählen.

Quellenverzeichnis

Bundesagentur für Arbeit (2023): Arbeitsmarktstatistik – Beschäftigte nach Staatsangehörigkeit.https://statistik.arbeitsagentur.de

Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) (2023): Projektion des Erwerbspersonenpotenzials bis 2060.https://www.iab.de

Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) (2022): Unfallstatistik und Präventionsbericht.https://www.dguv.de

Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik (IPT) (2021): Studie zu Kommunikationskosten in der Fertigung.https://www.ipt.fraunhofer.de

 

Die CSP wurde 1991 gegründet und ist auf innovative Softwarelösungen für fertigende Unternehmen spezialisiert. Das Unternehmen leistet bei seinen Kunden neben der Implementierung und Anpassung von Standardlösungen auch umfassende Beratung sowie Support.

Rund um die Produktlinie IPM (Integrated Processdata Management), das Prozess- und Messdatenerfassungssystem bietet CSP Unternehmen der produzierenden Industrie ein weitreichendes Dienstleistungsangebot. Hierzu gehören unter anderem die Projektunterstützung und Planung bei Einführung eines Prozessdatenerfassungssystems, ein 6x24-Stunden-Support und zahlreiche kundenspezifische, modulare Anpassungen.

CSP hat zahlreiche internationale Referenzkunden in der Industrie. Unter anderem vertrauen BMW Group, Daimler AG, General Motors, MAN, Porsche, Volvo, Audi, Renault, VW und Bosch auf die Lösungen des Unternehmens

Unternehmensinformation / Kurzprofil:

Die CSP wurde 1991 gegründet und ist auf innovative Softwarelösungen für fertigende Unternehmen spezialisiert. Das Unternehmen leistet bei seinen Kunden neben der Implementierung und Anpassung von Standardlösungen auch umfassende Beratung sowie Support.
Rund um die Produktlinie IPM (Integrated Processdata Management), das Prozess- und Messdatenerfassungssystem bietet CSP Unternehmen der produzierenden Industrie ein weitreichendes Dienstleistungsangebot. Hierzu gehören unter anderem die Projektunterstützung und Planung bei Einführung eines Prozessdatenerfassungssystems, ein 6x24-Stunden-Support und zahlreiche kundenspezifische, modulare Anpassungen.
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Datum: 22.01.2026 - 11:00 Uhr
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