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Exklusiv in HÖRZU: Marietta Slomkaüber 25 Jahre beim"heute journal"und Vorwürfe gegen denöffentlich-rechtlichen Rundfunk:"Dieses Gift, das da einträufelt, das ist natürlich schon zu spüren"

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(ots) - Am 29. Januar präsentiert Marietta Slomka 25 Jahre lang das ZDF-"heute journal". Ihr Markenzeichen sind entlarvende Interviews, in denen sie Politiker aller Parteien in die Zange nimmt. Exklusiv in HÖRZU (EVT: 16. Januar) redet die preisgekrönte Journalistin über ...

... ihr bisher unvergesslichstes Interview:

"Bei Netzrecherchen ploppt immer mein Gespräch mit Sigmar Gabriel aus dem Jahr 2013 auf, das etwas eskalierte. Er sagte: Lassen Sie uns den Quatsch beenden und warf mir vor, dass ich besonders hart zu SPD-Politikern wäre (...) Interessant ist ja, dass mir und anderen öffentlich-rechtlichen Kollegen heute eher vorgeworfen wird, links zu sein. Da würde ich manchmal gerne sagen: Können wir diesen Quatsch bitte beenden?"

... den Vorwurf von Parteilichkeit bei Interviews:

"Wenn ich bei politischen Interviews den gegnerischen Hut aufsetze, was ich eigentlich immer mache - das entspricht ja meiner Rolle -, gibt s gern auch mal Beschwerden. Befrage ich etwa Vertreter der SPD kritisch,ärgert das manche, die sich mit den Sozialdemokraten sehr verbunden fühlen. Befrage ich am nächsten Tag CDU- oder FDP-Vertreter kritisch, kann man sich ziemlich sicher sein, dass es auch von dieser Seite in irgendeiner Form Kritik gibt - nach dem Motto, da wäre doch wohl ein Interviewpartner von einer Journalistin mit linksgrünen Sympathien angegangen worden. Neu ist, dass systematisch behauptet wird, wir, also der gesamte öffentlich-rechtliche Rundfunk, seien parteilich. Dabei fallen auch üble Begriffe wie linksgrünversifft . Diese Vorwürfe kommen aus einem ganz bestimmten, sehr radikalen Spektrum und werden natürlich immer und immer wieder erhoben, um uns zu diskreditieren und uns die Glaubwürdigkeit zu nehmen - was bisher zum Glück noch nicht gelingt. Aber dieses Gift, das da einträufelt, das ist natürlich schon zu spüren."

... die Veränderung der Tonlage und Umgangsformen gegenüber Journalisten in den letzten zehn Jahren:





"Ich erinnere mich, wie Alice Weidel 2017 aus einer Wahlsendung rauslief, als es um Renten und Soziales gehen sollte, und ihr Sprecher hatte dann innerhalb von Sekunden ein Facebook-Posting parat, das mich attackierte mit den Worten: Wir machen dich arbeitslos, Mäuschen. In dem Stil ist auch Trump unterwegs, der kürzlich eine Journalistin, die ihm eine kritische Frage bei einer Pressekonferenz stellte, anherrschte: Quiet, Piggy - Schweig, Schweinchen . Auf diesem Niveau sind wir inzwischen angekommen, und diese laufende Verrohung macht natürlich auch etwas mit der Öffentlichkeit."

... auf die Frage, ob sie nach einem Interview mal gedacht hat:"Das war jetzt zu hart?":

"Nein. Undüberhaupt: Was heißt denn zu hart? Bei meinen Interviews treffe ich auf Profis, die extrem verantwortungsvolle Jobs ausüben. Was die zum Teil bei innerparteilichen Kämpfen erleben - dagegen ist ein Interview im heute journal vielleicht zwar nicht harmlos, weil es vor einer großen Öffentlichkeit stattfindet -, aber insgesamt doch ganz gut zu überstehen . Denn man kommt in diese Spitzenämter ja keineswegs automatisch. Joschka Fischer hat vor Jahren mal - sinngemäß - gesagt: Auf dem Weg nach oben kommt man an den ganzen Leichen vorbei, die man hinter sich gelassen hat. Die Politik ist wirklich ein brutales Geschäft, in dem viele scheitern, insofern sind die Spitzenleute keine zarten Seelen, die wir mit Wattebäuschchen bewerfen müssen. Und ich glaube auch nicht, dass ich in Interviews unfair oder unsachlich war."

... eine eigene Talkshow:

"Eine Talkshow ist auch ein sehr spannendes journalistisches Format, und mehr Zeit zu haben in Interviews, das wäre auch für mich reizvoll. Aber prinzipiell ist Talk doch nicht etwas Besseres als das heute-journal?! (...) In der Sendung, die ich moderieren darf, steht zwar nicht Slomka drauf, aber Slomka steht drin - an 130 bis 150 Tagen im Jahr, vor großem Publikum, in der Primetime, also zur bestenSendezeit. Ich empfinde das nach wie vor als eine sehr besondere Aufgabe und Verantwortung und bin dankbar, dass ich diesen Job schon so lange machen darf."

Alle Zitate und Infos nur bei Nennung der Quelle HÖRZU bzw. hoerzu.de frei.

Eine Langversion des Interviews veröffentlicht hoerzu.de am 15. Januar.

Pressekontakt:

Ansprechpartner für redaktionelle Rückfragen:
Mike Powelz
Chefreporter HÖRZU
Tel.: 040/554472310
mike.powelz(at)funkemedien.de


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Datum: 14.01.2026 - 12:06 Uhr
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