Faire Erzeugerpreise und bezahlbare Lebensmittel

(ots) - In der kommenden Woche startet mit der Grünen Woche in Berlin die international wohl wichtigste Messe für Ernährungswirtschaft, Landwirtschaft und Gartenbau. Besonders die hohen Preise für Grundnahrungsmittel in Deutschland stehen in dem Zusammenhang für die SPD-Bundestagsfraktion im Fokus. Es braucht dringend eine politische Initiative zur spürbaren Entlastung der Verbraucherinnen und Verbraucher.
Esra Limbacher, stellvertretender Fraktionsvorsitzender:
"Die Lebensmittelpreise sind in Deutschland seit 2020 um 35 Prozent gestiegen. Der Einkauf im Supermarkt geht für viele Menschen inzwischen massiv ins Geld. Steigende Lebensmittelpreise sind für Menschen mit geringem oder mittlerem Einkommen kein abstraktes Problem, sondern eine tägliche Belastung. Zu viele Menschen fragen sich am Ende des Monats, ob das Geld noch für frisches Obst und Gemüse,die Butter oder hin und wieder Fleisch oder Fisch reicht. Wenn Grundnahrungsmittel für viele zum Luxus werden und die Tafeln landesweit überlastet sind, läuft etwas grundlegend falsch.
Aus diesem Grund müssen wir das Thema Preise angehen, von den Erzeugern über die Lieferkette und den Handel bis zu den Konsumierenden. Ernährung darf kein Luxus sein.
Wir wollen mit einem klar gegliederten Maßnahmenpaket die Preise stabilisieren, mehr Transparenz schaffen und Verbraucherinnen und Verbrauchern wirksam Sicherheit geben.
Mit der Einführung eines"Deutschland-Korbs"nach dem Vorbild Griechenlands können Handelsketten auf freiwilliger Basis einen Warenkorb mit günstigen und preisstabilen, in Deutschland produzierten Grundnahrungsmitteln aus allen wichtigen Bereichen anbieten. Ziel des"Deutschland-Korbs"ist eine schnelle, spürbare Entlastung und die Sicherstellung einer bezahlbaren Lebensmittelgrundversorgung für alle.
Des Weiteren können durch die Einrichtung einer staatlichen Preisbeobachtungsstelle faire Preise vom Acker bis zum Supermarkt gewährleistet werden. Nach dem Vorbild anderer EU-Länder können so Mechanismen der Preisbildung transparenter gemacht und frühzeitig problematische Entwicklungen erkannt werden.
Dabei ist für uns klar: Unsere heimische Landwirtschaft braucht faire Preise, nicht die niedrigsten. Sie produziert Lebensmittel nach höchsten Standards - das ist nicht zum Nulltarif möglich. Aber wenn zwischen den Landwirten und dem Einzelhandel eine weitere Stelle Kasse machen will, dann ist es Aufgabe der Politik, das klar kenntlich zu machen. Faire Erzeugerpreise und bezahlbare Verbraucherpreise dürfen kein Widerspruch sein, sondern müssen gemeinsam gedacht und politisch abgesichert werden.
Darüber hinaus muss konsequent gegen Mogelpackungen vorgegangen werden. Versteckte Preiserhöhungen durch Shrinkflation und Skimpflation - also weniger Inhalt oder schlechtere Zutaten bei gleichem Preis - sind für Verbraucherinnen und Verbraucher kaum erkennbar und besonders ärgerlich. Weniger Müsli in der Packung oder Zuckerwasser statt Saft führen faktisch zu höheren Grundpreisen. Diese Praxis ist unfair und wird auch von vielen Menschen so empfunden.
Bereits im Koalitionsvertrag wurde zu Recht mehr Transparenz bei versteckten Preiserhöhungen festgeschrieben. Das müssen wir jetzt umsetzen, durch Kennzeichnungspflichten mit gut sichtbaren Hinweisschildern sowie durch die Prüfung einer Regulierung über die EU-Richtlinie zu unlauteren Geschäftspraktiken, um Verbraucherinnen und Verbraucher nachhaltig zu schützen.
Für uns steht fest, das tägliche Essen auf den Tellern unserer Bürgerinnen und Bürger ist kein Luxus, es ist Grundversorgung. Deshalb setzen wir uns ein für faire Erzeugerpreise und bezahlbare Lebensmittel für alle."
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Datum: 12.01.2026 - 15:09 Uhr
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