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KfW Research: Personen mit Einwanderungsgeschichte empfinden Gründerimage in Deutschland häufig als problematisch

ID: 2222948

(ots) -
- Gesellschaftliches Ansehen der Selbstständigkeit ist insbesondere für Menschen mit Einwanderungsgeschichte ein Gründungshindernis
- Grundsätzlich hat diese Bevölkerungsgruppe ein überproportional großes Interesse daran, zu gründen
- 30 Prozent der Gründerinnen und Gründer hatten 2024 eine Einwanderungsgeschichte

Menschen mit Einwanderungsgeschichte haben im Vergleich zur Gesamtbevölkerung häufiger das Gefühl, dass die Selbstständigkeit in Deutschland ein im Vergleich zu einer Festanstellung geringeres Ansehen hat. Diese Wahrnehmung hält sie entsprechend stärker davon ab, mit der Umsetzung ihres Gründungswunsches zu beginnen.

Das ist ein zentrales Ergebnis einer neuen Kurzstudie von KfW Research. Demnach haben Menschen mit Einwanderungsgeschichte in Deutschland tendenziell eine höhere Präferenz für die Selbstständigkeit als die Restbevölkerung. Unter all jenen Menschen in Deutschland, die noch nie selbständig waren und zuletzt auch keine Gründungspläne hatten, können sich im langjährigen Durchschnitt 30 Prozent vorstellen, sich selbstständigzu machen. Bei Menschen mit Einwanderungsgeschichte sind es 44 Prozent. Dazu zählen alle Personen, die selbst oder deren beide Elternteile seit 1950 nach Deutschland eingewandert sind.

Viele andere Hürden, wie das finanzielle Risiko, die Bürokratiebelastung oder die Arbeitsplatzsicherheit werden von Menschen mit wie ohne Einwanderungsgeschichte zwar als gewichtigere Gründe gegen die Selbstständigkeit angesehen. Das Gründerimage ist aber das Hemmnis, das bei Personen mit Einwanderungsgeschichte im Vergleich zur Gesamtbevölkerung besonders häufig eine Rolle spielt (37 Prozent im Vergleich zu 24 Prozent sehen das Gründerimage als Hürde an).

"Das Gründerimage ist sicher nicht das entscheidende Hindernis, wieso Menschen von einer Existenzgründung absehen. Es gibt für Personen mit wie ohne Einwanderungsgeschichte viele andere wahrgenommene Gründungshemmnisse. Klar ist aber, dass das Interesse zu gründen gerade bei Menschen mit Einwanderungsgeschichte hoch ist und dieses Potential noch besser ausgeschöpft werden kann", sagt Dr. Dirk Schumacher, Chefvolkswirt der KfW."Es wäre wichtig, das gesellschaftliche Ansehen von Selbstständigkeit zu verbessern. Schon in der Schule sollte die berufliche Selbstständigkeit als gleichberechtige Erwerbsform gegenüber der abhängigen Beschäftigung behandelt werden."





Laut KfW-Gründungsmonitor haben in der erwerbsfähigen Bevölkerung zwischen 18 und 64 Jahren in Deutschland etwa 27 Prozent eine Einwanderungsgeschichte in erster oder zweiter Generation. Unter Gründerinnen und Gründern ist der Anteil mit 30 Prozent im Jahr 2024 etwas höher, liegt damit aber nur knapp über dem langjährigen Durchschnitt von 29 Prozent. Bei 585.000 Existenzgründungen im Jahr 2024 entspricht das rund 178.000 Gründerinnen und Gründern mit Einwanderungsgeschichte.

Die Kurzstudie ist zu finden unter Fokus Volkswirtschaft | KfW (https://www.kfw.de/%C3%9Cber-die-KfW/Service/Download-Center/Konzernthemen/Research/Fokus-Volkswirtschaft/)

Die KfW unterstützt im Auftrag des Bundes den Mittelstand mit zahlreichen Förderprogrammen. Weitere Informationen unter Wir stärken den Mittelstand (https://www.kfw.de/%C3%9Cber-die-KfW/Newsroom/Aktuelles/Mittelstand-st%C3%A4rken.html?kfwmc=kk.o.kfwon.presse.na.na.na.allgemein-sonstiges.mittelstand-staerken.pressemitteilung.na.na.journalisten.na)

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KfW, Palmengartenstr. 5 - 9, 60325 Frankfurt
Konzernkommunikation und Markensteuerung (KK), Nina Luttmer,
Tel. +49 69 7431 41336
E-Mail: nina.luttmer(at)kfw.de, Internet: www.kfw.de


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Datum: 09.01.2026 - 09:00 Uhr
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