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Weniger Ausbildungsverträge in gewerblich-technischen Berufen–deutlich mehr Auszubildende im Handwerk

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Ausbildungsmarkt 2025

(PresseBox) - Die angespannte Gesamtwirtschaftslage macht sich in Teilen auch auf dem Ausbildungsmarkt bemerkbar. 2025 wurden mehr als sechs Prozent weniger Ausbildungsverträge in den IHK-Berufen abgeschlossen als im Vorjahr. Ganz anders hingegen sieht die Entwicklung in den handwerklichen Berufen aus. Dort wurde ein Zuwachs von sechs Prozent verzeichnet. Das geht aus den Ausbildungsstatistiken von Arbeitsagentur, IHK Heilbronn-Franken und Handwerkskammer Heilbronn-Franken hervor.

IHK: Wirtschaftliche Lage mindert Ausbildungsbereitschaft

In den IHK-Berufen haben 3.681 junge Menschen eine Ausbildung gestartet. Das sind 266 Verträge weniger als im Vorjahr. Damit betrug der Rückgang der sogenannten Neueintragungen in den IHK-Berufen 6,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Regional gibt es deutliche Unterschiede. Besonders deutlich fällt das Minus mit 14 Prozent im Main-Tauber-Kreis aus. Die übrigen Landkreise in der Region melden Rückgänge zwischen 4,2 und 7,4 Prozent. Vor allem in den gewerblich-technischen Berufen wurden weniger Ausbildungsverträge geschlossen. Die Gesamtzahl ging um rund elf Prozent zurück. In den kaufmännischen Berufen waren es lediglich knapp drei Prozent weniger.

„Die Zahlen können uns nicht zufriedenstellen“, stellt IHK-Präsidentin Kirsten Hirschmann fest: „Hier spiegelt sich die anhaltend schwierige wirtschaftliche Situation in den Ausbildungsbetrieben wider. Wenn Investitionen zurückgefahren werden, sinkt auch die Ausbildungsbereitschaft. Andererseits finden nicht alle Ausbildungsbetriebe geeignete oder genügend Kandidatinnen und Kandidaten. Die Entwicklung bei den gewerblich-technischen Berufen ist besorgniserregend. Langfristig verschärft das den Fachkräftemangel.“

HWK: Handwerk als Wirtschaftszweig mit Zukunft

Die Handwerkskammer Heilbronn-Franken verzeichnete zum Jahresende 1.667 Nachwuchstalente, die eine handwerkliche Ausbildung begonnen haben. Das sind 94 Verträge mehr als im Vorjahr, was einer deutlichen Steigerung von sechs Prozent entspricht.





Ralf Schnörr, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Heilbronn-Franken, freut sich über diese positive Entwicklung: „Dass wieder mehr junge Menschen in der Region eine handwerkliche Ausbildung beginnen, spricht für die hervorragenden Perspektiven, die unser Wirtschaftszweig bietet.“Gerade im Hinblick auf den Fachkräftemangel und den demografischen Wandel sei es ein positives Zeichen, dass die Ausbildungszahlen im Handwerk steigen. Damit dies auch nachhaltig gelingt, intensiviert die Handwerkskammer ihre Ausbildungsoffensive. „Wir möchten unsere Präsenz in der Berufsorientierung weiter ausbauen und Schülerinnen und Schülern bereits frühzeitig durch praktische Erlebnisse ihre individuellen Wege ins Handwerk aufzeigen”, so Ralf Schnörr.

Arbeitsagenturen: Berufsausbildung ist Schlüssel zur Fachkräftesicherung

Die Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Heilbronn, Katrin von Löwenstein, hebt den Stellenwert der dualen Ausbildung hervor: „Wir setzen uns dafür ein, dass kein junger Mensch verloren geht. Eine berufliche Ausbildung ist ein wichtiger Schlüssel für ein erfolgreiches Arbeitsleben, ein höheres Einkommen und mehr Sicherheit am Arbeitsplatz. Wir arbeiten gemeinsam mit unseren Netzwerkpartnern daran, die duale Ausbildung zu fördern und zu stärken. Die Berufsausbildung ist ein entscheidender Faktor zur künftigen Fachkräftesicherung für unsere Unternehmen.“

Elisabeth Giesen, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Schwäbisch Hall-Tauberbischofsheim, verweist darauf, dass es nach wie vor unversorgte Jugendliche und Betriebe mit unbesetzten Stellen gibt. Im Raum Schwäbisch Hall-Tauberbischofsheim liegt die Zahl der noch unbesetzten Ausbildungsstellen bei 694, während die Zahl der unversorgten Bewerberinnen und Bewerber bei 62 liegt: „Ein Grund dafür ist, dass die Anforderungen der Betriebe und das Potenzial, das Bewerberinnen und Bewerber mitbringen, nicht immer optimal zusammenpassen. Wir unterstützen beide Seiten mit der Assistierten Ausbildung. So kann es gelingen, ungenutzte Potenziale zu fördern und mögliche Lücken zu schließen. Besorgt beobachten wir, dass sich die Berufswünsche der jungen Leute über Jahre hinweg kaum verändert haben. Die Berufswelt hingegen verändert sich rasant. Entscheidend ist, alte Denkmuster loszulassen und sich für Berufe mit Zukunft zu öffnen.“

Kammerübergreifend weniger Vertragslöschungen

Ein Lichtblick ist, dass insgesamt weniger Ausbildungen abgebrochen werden. Der Negativtrend bei den Vertragslöschungen hat sich im vergangenen Jahr gegenüber 2024 nicht weiter verschärft. So gab es bei der IHK einen Rückgang von 302 auf 234 Vertragslöschungen während der Probezeit. Bei der HWK lag der Wert bei 37 Vertragslöschungen im Jahr 2025 (-1 zum Vorjahr). Arbeitsagenturen und Kammern werten dies als Ergebnis erfolgreicher Berufsorientierungsmaßnahmen in Schulen und Betrieben.

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Datum: 08.01.2026 - 09:52 Uhr
Sprache: Deutsch
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Ansprechpartner: Claudia Lösler
Stadt:

Heilbronn


Telefon: +49 (7131) 9677-345

Kategorie:

Bildung & Beruf



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