Kämpfe in Aleppo zwingen Help, medizinische Unterstützung zu pausieren

(ots) - Aufgrund erneuter Kämpfe in der syrischen Stadt Aleppo und auf Anordnung der lokalen Behörden ist die internationale Hilfsorganisation Help - Hilfe zur Selbsthilfe gezwungen, ihre medizinische Unterstützung vor Ort zu pausieren. In den vergangenen Tagen kam es insbesondere in den nördlichen Stadtteilen Sheikh Maqsoud und Ashrafieh immer wieder zu bewaffneten Auseinandersetzungen. Mindestens neun Menschen kamen ums Leben, 16 Personen wurden verletzt.
"Die Kämpfe in Aleppo haben in weiten Teilen der Stadt zu massiven Einschränkungen des öffentlichen Lebens geführt. Um die Sicherheit unserer Projektteilnehmer:innen und Mitarbeitenden nicht zu gefährden, bleibt eine von Help unterstützte Klinik bis auf Weiteres geschlossen", berichtet Help-Generalsekretär Dr. Thorsten Klose-Zuber, der die Klinik erst vor wenigen Wochen besucht hat."Über die Hälfte der medizinischen Infrastruktur in Syrien ist zerstört. Die Schließung der Klinik ist daher ein schwerer Schlag für die Menschen vor Ort, da sie nun gezwungen sind, für eine medizinische Behandlung deutlich weitere Wege auf sich zu nehmen."Um Menschen zu unterstützen, die durch die Angriffe in Aleppo aus ihrem Zuhause vertrieben wurden, plant Help in Zusammenarbeit mit lokalen Partnern erste Nothilfemaßnahmen.
Kämpfe in Aleppo: Sicherheit von Mitarbeitenden und Patient:innen hat Priorität
Help leistet bereits seit 2008 humanitäre Hilfe in Syrien, ein Schwerpunkt liegt auf der medizinischen Unterstützung für Betroffene."Die medizinische Versorgung ist aufgrund des Krieges in weiten Teilen Syriens zusammengebrochen. In medizinischen Zentren stellen wir der lokalen Bevölkerung eine primäre und sekundäre Gesundheitsversorgung zur Verfügung - etwa bei Unterernährung", so Klose-Zuber.
"Aktuell beobachten wir die Situation fortlaufend. Zum Glück gab es bislang keinen direkten Angriff auf die Klinik. Wir stehen bereit, den medizinischen Betrieb wieder aufzunehmen, sobald es die Sicherheitslage zulässt. Wir verurteilen Angriffe auf zivile Ziele auf das Schärfste und appellieren an die Konfliktparteien, die Kampfhandlungen in derStadt einzustellen. Die Sicherheit und humanitäre Versorgung der zivilen Bevölkerung muss gewährleistet bleiben."
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Datum: 07.01.2026 - 14:28 Uhr
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