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Was Bundeskanzler Merz für sein Reformjahr von Aristoteles lernen kann

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(ots) - Den Deutschen ist das Glück abhandengekommen. Überall Missmut, Gejammer und Gemecker über die Gesamtsituation, gepaart mit Schwarzseherei. (...) Im Gegensatz zur verdrießlichen Sicht auf die gesellschaftliche Lage steht die positive Bewertung der individuellen Situation. In Umfragen gibt eine deutliche Mehrheitan, dass es ihr persönlich gut geht. Dieser Widerspruch zwischen Mikro- und Makroperspektive ist nicht leicht zu erklären. Ein Grund mag sein, dass riesige Probleme wie Klimawandel, die Rückkehr des Krieges nach Europa oder die Wirtschaftskrise vom Einzelnen nicht beeinflusst werden können. Sie sind zu groß für ein kleines Menschlein. Hingegen: Für mein eigenes Wohlbefinden und das meiner Familie kann ich aktiv etwas tun. Sport und gute Ernährung für die Gesundheit, mehr Zeit zum Spielen mit Kindern und Enkeln, beruflicher Erfolg durch Ehrgeiz und Beharrlichkeit sind in meinen Händen. Im Tätigsein und Tüchtigsein liegt das Glück, dem Passiven wird es nur dann und wann zuteil. Das wusste schon der Philosoph Aristoteles vor rund zweieinhalbtausend Jahren. Diese Perspektive gilt es von der Mikro- auf die Makroebene zu heben, vom Einzelnen auf Wirtschaft, Gesellschaft und Staat.

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Straubinger Tagblatt
Ressort Politik/Wirtschaft/Vermischtes
Markus Peherstorfer
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Datum: 02.01.2026 - 14:21 Uhr
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