Brandbrief an die bayerische Politik zum Thema Düngeverordnung, Ammoniakemissionen und Nitrat

16.09.2019 - 15:00 | 1753679


Artikel von Freier Journalist

Bayern: Mit einem feurigen Brandbrief wehren sich über 6.000 Landwirte gegen die inquisitorische Bevormundung der bayerischen Landesregierung gegenüber eigene, durch Messung belegbare hochwirksame Einzelmaßnahmen zur Reduktion der Ammoniakemissionen der Gülle um bis zu 95 %.

DOWNLOAD vom Brandbrief: https://www.xn--ig-gesunde-glle-bwb.de/app/download/16956465796/BRANDBRIEF%20Ministerium%20Mayer%2013092019.pdf?t=1568376216 oder im Anhang


Informationen zum Hintergrund:

Die Landwirte fordern, dass jeder landwirtschaftliche Betrieb selber entscheiden kann, welche, im Ergebnis belegbar wirksame, Vorgehensweise zur Senkung der Ammoniakemissionen bei der Ausbringung bzw. schon weit davor, sie einsetzen. Bisher hochtechnisierte ZWANGS-Lösungen für alle wie die bodennahe Ausbringung wurden selbst von der EU als nicht geeignet bezeichnet, die NH3-Emissionen um mind. 29 % zu senken. Es drohen diesbezüglich Strafgelder von über 800.000 € täglich.

Ob die einzelnen Landwirte durch Einsatz günstiger ökologisch-nachhaltiger Mittel und Techniken die Ammoniakemissionen reduzieren oder durch teure Maschinentechnik, kann und darf nicht vorgeschrieben werden. Die Düngeverordnung verweist in §6 Abs.3 ausdrücklich auf die Möglichkeit der Zulassung von Alternativen und bereits im Vorwort auf die Einbeziehung der Erfahrungen aus der landwirtschaftlichen Praxis. Die Umsetzung der Düngeverordnung obliegt den Ländern.

In einer aktuellen Stellungnahme der bayerischen Landesregierung heißt es, „… Einzelbefreiungen für Landwirte sind in der Düngeverordnung nicht vorgesehen … Ausnahmen sind nur für (kommerzielle) Verfahren vorgesehen …“ – das steht aber gar nicht in der Düngeverordnung drin bzw. bedeutet eine extreme Einschränkung bei deren Umsetzung und vor allem bei der Erreichung der Ziele, nämlich Ammoniakemissionen und Nitratbelastung deutlich zu senken.

Zudem verweist die Bayerische Landesregierung auf (fragwürdige) Studien, wie aktuell auf eine einzelne Masterarbeit, welche die Unwirksamkeit aller Arten der ökologisch-nachhaltigen Güllebehandlung bescheinigt.
Auffällig: Die Verfasserin dieser Arbeit bedankt sich in Ihrem Prolog ausdrücklich für die Unterstützung bei einer handvoll namentlich genannten Mitarbeiter und Entscheidungsträger von Landesversuchsanstalten, die alle z.T. seit Jahrzehnten für ihre grundsätzlich ablehnende Haltung gegenüber Lösungsvorschlägen aus der ökologischen Landwirtschaft bekannt und berüchtigt sind. Das erscheint, wie beim baden-württembergischen „OptiGüll“-Prüfbericht, wie eine in Auftrag gegebene „Alibi-Studie“, die allein durch ihre Vorgehensweise, von vorne herein kein positives Ergebnis ermöglichte …



Doch seit wenigen Monaten gibt es eine neue, weltweit einzigartige und im Vergleich sehr günstige mobile Ammoniakmesstechnik, die Einzelmessungen für wenige Cent bzw. für 40-100 € als Dienstleistung ermöglicht. Dieser Messkoffer ist Ergebnis einer über 6 monatigen Zusammenarbeit von engagierten Landwirten wie von der AbL mit einem namhaften Messtechnikhersteller, um endlich über ein einfaches Instrument zur Überprüfung der Wirksamkeit individueller ökologisch-nachhaltiger Einzelmaßnahmen zu verfügen.

Im Rahmen der ersten 50, noch nicht repräsentativen, NH3-Messungen aus Gülle, ergeben sich jedoch klare Tendenzen und zuverlässige Ammoniakreduktionen durch ökologisch-nachhaltige Maßnahmen wie bei der Fütterung, im Stall, bei der Behandlung von Gülle während der Lagerung und kurz vor der Ausbringung von erstaunlichen 70-95 % - offenbar zuverlässig.
Da hat jeder Landwirt seine z.T. eigene betriebsindividuelle Rezeptur bzw. Vorgehensweise, die jedoch in allen Fällen auch mit einem beachtlichen Mehrwert für den Boden, Bodenaufbau und Pflanzengesundheit mit sich bringt.

Weitere Institute und Wissenschaftler, natürlich auch Landwirte und Umweltschutzverbände beabsichtigen mit Hilfe des neuen NH3-Messkoffers ebenfalls Messungen mit Gülle und verschiedenen Behandlungen vorzunehmen. Wenn deren Ergebnisse die Wirksamkeit der, bisher als unwirksam bezeichneten, Methoden der Güllebehandlung etc. die ersten Messergebnisse der Landwirte bestätigen, dann werden einige hochrangige Entscheidungsträger in landwirtschaftlichen Versuchsanstalten und der Politik mit ihren großartigen Studien in Erklärungsnot geraten.

Jens Keim, Vorsitzender der `IG Gesunde Gülle´ vergleicht die gegenwärtige Situation wie mit den Zeiten der Inquisition. Galileo widersprach der dominanten Lehre, dass die Erde der Mittelpunkt von allem sei. Galileo konnte man zwar nochmal temporär aufhalten, aber das Entscheidende war die Entwicklung vom Fernrohr, mit welchem sich nun der Irrtum des bisherigen Dogmas ganz leicht von jedermann mit eigenen Augen beweisen ließ … und selbst die damals allmächtige Kirche mit ihren Dogma-treuen Wissenschaftlern kam letztendlich um die Einsicht neuer wissenschaftlicher Erkenntnis nicht umhin.

Was damals das Fernrohr für Galileo war, ist heute die mobile NH3-Messtechnik für die Landwirte.
Jens Keim sieht das ganz pragmatisch: „ … und wenn jemand Kröten bespricht und bei Vollmond im Kreis pinkelt“, wenn er rote Gummibärchen im Takt dazu einrührt oder einfach die Gülle mit Wasser
verdünnt – wenn es dazu führt, dass die Gülle eines Landwirtes durch Messung
BELEGBAR 50-90 % weniger Ammoniak bei der Ausbringung emittiert wie
vergleichbare Roh-Güllen*– dann sollten man sich nicht über den Weg „aufregen“, sondern wir uns über das Ergebnis freuen.

Mit dem Brandbrief der `IG Gesund Gülle´ wurde ein kleiner Fragenkatalog mit Vorschlägen um eine entsprechende Stellungnahme der politisch Verantwortlichen in Bayern gebeten.

Lesen Sie selbst …

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Man darf auf die Antwort gespannt sein …

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