Die gute Nachricht: Unvergessen: Forschung gegen Alzheimer (FOTO)

11.09.2019 - 10:23 | 1752316


Artikel von BPI Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie



(ots) -
Die pharmazeutische Industrie forscht weiter an einem Mittel gegen
Alzheimer. Bisherige Rückschläge bedeuten keinesfalls, dass die Suche
nach einem Mittel aufgegeben wird. Neue Therapieansätze machen
vorsichtig Hoffnung. Gute Nachrichten im Kampf gegen das Vergessen!

Alzheimer ist komplex: Die genauen Ursachen sind noch nicht
erschöpfend erforscht. Das macht die Forschung sehr schwierig. Als
sicher gilt, dass in verschiedenen Stadien der Krankheit
unterschiedliche Faktoren ihren Verlauf beeinflussen. Bisherige
Arzneimittelstudien mussten oft in fortgeschrittener Phase
abgebrochen werden. Doch Aufgeben ist keine Option. Es gibt neue
Ansätze, um dem Vergessen Einhalt zu gebieten. Derzeit fokussieren
sich Wissenschaftler vor allem auf die sogenannten Tau-Proteine.
Deren Molekülstruktur ist bei Alzheimer-Patienten gestört. Dadurch
bilden sich Faserstrukturen, sogenannte Fibrillen, in den Zellen.
Diese verhindern die Kommunikation zwischen den Zellen und führen
letztlich zu deren Tod und somit zum Verlust der kognitiven
Fähigkeiten. Arzneimittelwirkstoffe könnten gezielt in die
Ablagerungen eingreifen und so das Zellsterben verhindern. Andere
Ansätze verfolgen das Ziel, Prozesse beim Stoffwechsel im Gehirn
positiv zu beeinflussen oder bereits "abgelagerte" Zellen schneller
abbauen können.

Auch an einer Impfung wird geforscht. Ansätze aus der
Vergangenheit wurden weiterentwickelt und sind in der klinischen
Prüfung. Der Ansatz: Durch Impfstoffe die körpereigene
Antikörper-Produktion so auszubilden, dass sich der Körper
selbstständig gegen den Verfall wehren kann.

Aktuell laufen laut EU-Studienregister knapp 80
Arzneimittelstudien (http://ots.de/rLCg5A), die sich in der Phase III
befinden. Fest steht: Auch die Rückschläge ergeben neue Erkenntnisse
und Ansätze für die aktuelle Forschung. Der Kampf gegen das Vergessen


ist noch nicht gewonnen. Aber aufgegeben ist er auch nicht. Es wird
weiter geforscht und weiter entwickelt. Das sind gute Nachrichten!

Hinweis: Die Verwendung des Fotos ist unter der Quellenangabe
Shutterstock/Orawan Pattarawimonchai und in Verbindung mit der
Pressemeldung honorarfrei.



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Ihr Ansprechpartner: Andreas Aumann, Tel. 030 27909-123,
aaumann(at)bpi.de

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