ASTM International und Innovate UK bilden eine Partnerschaft bei der Entwicklung internationaler Normen für die Herstellung von Additiven

09.01.2019 - 16:25 | 1685577


Artikel von ASTM International



(ots) - Die globale
Standardisierungsorganisation ASTM International und drei britische
Unternehmen arbeiten zusammen, um die Schaffung technischer Normen
für die additive Fertigungsindustrie zu beschleunigen.

Das Additive Manufacturing Center of Excellence von ASTM
International, bei dem das britische Manufacturing Technology Centre
(MTC) ein Gründungspartner ist, identifizierte drei mögliche Bereiche
für die Erstellung neuer Normen. Die Maßnahme wird durch eine
Investition in Höhe von 300.000 £ von Innovate UK (einer britischen
Regierungsbehörde) an BSI (British Standards Institution) in
Partnerschaft mit ASTM International unterstützt.

"Innovate UK freut sich, die Erstellung von öffentlich
zugänglichen Spezifikationen zu unterstützen, um das
Wirtschaftswachstum durch Innovationen im Bereich hochwertiger
Fertigung zu fördern", sagte Robin Wilson, Leiter des
Innovationsbereichs für hochwertige Fertigung bei Innovate UK. "Dies
ist eine intelligente Partnerschaft, die britisches Fachwissen in
Schlüsselbereichen der additiven Fertigung mit der Infrastruktur und
Führungsstärke von ASTM International und seinem jungen
Kompetenzzentrum vereint." Wilson ist im Beirat des
Kompetenzzentrums.

BSI koordiniert die Entwicklung der drei Normen für direkte
Energieabscheidung (DED; Direct Energy Deposition) eine von sieben
Kategorien der additiven Fertigung laut einer Definition von ASTM
International und der Internationalen Organisation für Normung
(ISO/ASTM 52900). DED nutzt gebündelte thermische Energie (z. B.
Laser, Elektronenstrahl, Plasmalichtbogen), um Materialien durch
Schmelzen bei der Ablagerung zu verbinden.

Dr. Mohsen Seifi, Direktor des Bereichs für additive Fertigung bei
ASTM International, stellt fest, dass die DED-Technologie
einzigartige Vorteile in Bezug auf Geschwindigkeit und


Einschränkungen des Bauraums bietet. Er fügt jedoch hinzu: "DED wird
nicht so häufig genutzt und ist auch nicht so gut verstanden wie
einige andere additive Herstellungsverfahren. Fehlende Standards sind
hier offensichtlich."

"Neben vielen bereits bestehenden Vorteilen haben diese neuen
Normen das Potenzial, Herstellern und Lieferanten bei der
Produktherstellung eine konstante und zuverlässige Qualität zu
ermöglichen", sagte er.

Die drei in Entwicklung befindlichen DED-Standards umfassen:

1. eine Spezifikation für die Verwendung von Draht als Ausgangsstoff
für DED, um wichtige Anforderungen an Zusammensetzung,
Maßtoleranzen, Kontamination, Verpackung, Handhabung und Lagerung
zu erfüllen;
2. eine Norm für die zerstörungsfreie Prüfung (NDT), die sich mit
typischen Ursachen und Merkmalen von DED-Defekten befasst und
gleichzeitig traditionelle Prüfmethoden auf ihre Eignung in Bezug
auf DED prüft; und
3. eine Norm für additive DED-Draht- und Lichtbogenfertigung (WAAM;
Draht- und Lichtbogenfertigung), die Terminologie,
Materialmöglichkeiten und -einschränkungen, geometrische
Einschränkungen, Anforderungen an die Endbearbeitung, Inspektion
und viele weitere Aspekte umfasst.

Das MTC, Sitz des britischen National Centre for Additive
Manufacturing, hat die Initiative der öffentlich zugänglichen
Spezifikationen durch den anfänglichen Beratungsprozess, die Auswahl
geeigneter Themen für die Prüfung und Identifizierung potenzieller
Partner zur Ausschussbildung unterstützt. Es wird auch künftig durch
die Entwicklung der öffentlich zugänglichen Spezifikationen und der
daraus resultierenden internationalen Normen Unterstützung leisten.

Zusätzlich zu den bereits erwähnten Unternehmen unterstützen mehr
als ein Dutzend Privatunternehmen die Zusammenarbeit, darunter
Airbus, GE, GKN, BAE Systems, Rolls-Royce und viele weitere.

Nach der Erstellung öffentlich zugänglicher Spezifikationen durch
BSI plant der Ausschuss für additive Fertigungstechnologien (F42) von
ASTM International, die dazugehörigen internationalen Normen durch
eine neue Lizenzvereinbarung zu entwickeln. Insbesondere verfügt ASTM
International über ein bereits bestehendes Partnerschaftsabkommen zur
Entwicklung von Normen (PSDO; Partner Standards Development
Organization Agreement) mit der Internationalen Organisation für
Normung (ISO) im Bereich der additiven Fertigung, das die Schaffung
gemeinsamer ASTM International- und ISO-Normen zulässt. BSI kann
diese internationalen Normen als britisches Mitglied der ISO
anschließend als nationale britische Norm übernehmen.

Weitere Informationen finden Sie unter www.amcoe.org.

Informationen zu ASTM International

ASTM International engagiert sich für die Erfüllung globaler
gesellschaftlicher Bedürfnisse und leistet einen wichtigen Beitrag in
den Bereichen öffentliches Gesundheitswesen und Sicherheit sowie
Verbrauchervertrauen und versucht, die allgemeine Lebensqualität zu
steigern. Wir integrieren konsistente Normen, die in Kooperation mit
unserer internationalen Vereinigung freiwilliger technischer Experten
entwickelt werden, um innovative Dienstleistungen zu schaffen und die
Lebensqualität zu verbessern... Unserer Welt helfen, besser zu
funktionieren. www.astm.org

Informationen zu Innovate UK

Innovate UK fördert Produktivität und Wirtschaftswachstum und
unterstützt Unternehmen dabei, das Potenzial neuer Ideen zu
entwickeln und umzusetzen. Wir verbinden Unternehmen mit Partnern,
Kunden und Investoren, mit denen sie Ideen in wirtschaftlich
erfolgreiche Produkte und Dienstleistungen verwandeln und als
Unternehmen wachsen können. Wir finanzieren Geschäfts- und
Forschungskooperationen, um Innovation zu beschleunigen und
Investitionen der Unternehmen in Forschung und Entwicklung zu
fördern. Unsere Unterstützung steht Unternehmen in allen
Wirtschaftszweigen, Wertschöpfungsketten und Regionen Großbritanniens
zur Verfügung. Innovate UK ist Teil der UK Research and Innovation.
www.innovateuk.ukri.org

Informationen zu BSI

BSI hat die Aufgabe, Geschäftsabläufe in Unternehmen zu optimieren
und Unternehmen dabei zu unterstützen, Normen für Best Practices in
erstklassige Arbeitsweisen umzusetzen. Seit über einem Jahrhundert
setzt sich BSI dafür ein, eine präzise Definition für gute Produkte
zu schaffen, und fördert Best Practices in Unternehmen auf der ganzen
Welt. Das Unternehmen arbeitet mit über 86.000 Kunden in 193 Ländern
und ist ein internationales Unternehmen im wahrsten Sinne des Wortes
mit Kompetenzen und Erfahrungen in einer Reihe von Bereichen darunter
Luft- und Raumfahrt, Automobilindustrie, Bauwesen,
Lebensmittelbranche und Gesundheitswesen. Durch sein Fachwissen in
den Bereichen Normenentwicklung und Wissenslösungen,
Qualitätssicherung und professionelle Dienstleistungen verbessert BSI
die Geschäftsleistung und unterstützt Kunden dabei, nachhaltig zu
wachsen, Risiken zu verwalten und letztlich wettbewerbsfähiger zu
werden. www.bsigroup.com

Informationen zum Manufacturing Technology Centre

MTC wurde gegründet, um innovative Fertigungsprozesse und
-technologien in einem agilen Umfeld in Zusammenarbeit mit der
Industrie, der Wissenschaft und anderen Institutionen zu testen. Es
umfasst einige der fortschrittlichsten Fertigungseinrichtungen der
Welt und schafft ein qualitativ hochwertiges Umfeld für die
Entwicklung und Vorführung neuer Technologien im industriellen
Maßstab. Dies bietet Herstellern eine einzigartige Möglichkeit, neue
und innovative Prozesse und Technologien zu entwickeln. Das MTC
beherbergt auch das National Centre for Additive Manufacturing (NCAM)
mit dem umfassendsten Paket von Anlagen und Kapazitäten in
Großbritannien. www.the-mtc.org



Pressekontakt:
Nate Osburn, Tel +1.610.832.9603; nosburn(at)astm.org
Medienanfragen: James Easey, tel +44 (0) 7947 467162;
james.easey(at)innovateuk.ukri.org
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