Was Tierärzte in der Nutztiermedizin heute anders machen

08.06.2018 - 17:27 | 1619005


Artikel von Agrar- und Veterinär- Akademie (AVA)

Neue Formen der gemeinsamen Fortbildungen auf Augenhöhe bringen Tierärzte und Landwirte an einen Tisch. Ziel: weniger Arzneimittel einsetzen

Jeder hat sein Bild über den Beruf eines Tierarztes. Der Kleintierarzt kümmert sich um Kleintiere, also Hund, Katze, Maus… und „macht“ sie wieder gesund. Der Nutztierarzt wird zu kranken Nutztieren, z.B. Rind, Schwein, gerufen und kümmert sich um deren Tiergesundheit. Allerdings unterscheiden sich die Klein- und Nutztierärzte heutzutage ganz erheblich in ihrer tiermedizinischen Vorgehensweise. Während der Kleintierarzt sich um „Individualtiere“ (Hund, Katze...) kümmert, hat der moderne Nutztierarzt die Aufgabe, alle Nutztiere auf dem Bauernhof gleichermaßen gesund zu erhalten. Diese sollen also erst gar nicht erkranken. Vergleichbar ist das mit der Inspektion beim Auto, welches man in gewissen Abständen in die Werkstatt bringt, obwohl das Auto nicht „kaputt“ ist.
Damit sitzt der landwirtschaftliche Betriebsleiter (Landwirt) noch mehr mit dem Tierarzt in einem Boot, um gemeinsam die Tiergesundheit als das höchste Gut des Betriebs zu erhalten. Fakt ist, dass alleinig der Tierhalter für die Tiergesundheit seiner Tiere verantwortlich ist – nicht etwa der Tierarzt. Der Veterinär berät den Landwirt in tiergesundheitlichen Fragen, erläutert Therapievorschläge, stellt Impfprogramme zusammen usw. Entscheiden, welche Maßnahmen letztendlich ergriffen werden, obliegen dem Betriebsmanager, also dem Landwirt. Aber der ist oft damit überfordert. Und somit greift das Fortbildungskonzept der Agrar- und Veterinär- Akademie (AVA) im münsterländischen Steinfurt-Burgsteinfurt. Tierarzt und Tierbetreuer (Landwirt) begegnen sich auf Augenhöhe und diskutieren miteinander die möglichen Gesundheitspläne. Jeder moderne Tierarzt der Nutztiermedizin sieht den Landwirt als ebenbürtigen Partner, die beide das Ziel haben, die Tiergesundheit der Tiere auf höchstem Niveau zu halten. Dieses Format der berufsübergreifenden Tagungen wird seit vielen Jahren von der Agrar- und Veterinär- Akademie (AVA) sehr erfolgreich durchgeführt, wie Gründer und Leiter der AVA, Fachtierarzt und Agrarwissenschaftler E G Hellwig, mit Stolz verkündet. „Die AVA hat diese Form der Fortbildung konzipiert und erfolgreich gemacht. Es gibt mittlerweile zwar viele Nachahmer, aber keiner kann der AVA das Wasser reichen“, so Hellwig weiter. Das Ziel aller AVA-Seminare ist, durch gute AVA-Fortbildungen letztendlich Arzneimittel einzusparen. Das nächste dieser besonderen gemeinsamen Seminar für Tierärzte und Landwirte findet am 14.und 15 Juni 2018 in den Räumen der AVA in Steinfurt-Burgsteinfurt zum Thema Kälber-/Fresserhaltung und Gesundheit im Martin-Luther-Haus statt, wo es ncih Restplätze gibt. Interessierte Landwirte, Tierärzterund Berater sind herzlichst eingeladen. Die Tagung ist nach der Akademie für Tierärztliche Fortbildung (ATF) als tierärztliche Fortbildung mit 15 Stunden anerkannt. Alle Infos zum gemeinsamen Seminar am 14. und 15. Juni findet man auf der Homepage der AVA unter www.ava1.de



Unternehmensinformation / Kurzprofil:

Zur Information: Die AVA ist eine Fortbildungsgesellschaft mit dem Ziel der Aus- und Weiterbildung und der Verteilung von Informationen für den landwirtschaftlichen und tiermedizinischen Bereich. Gleichzeitig ist die AVA ein Forum für Landwirte und Tierärzte, das die Herausforderungen der Produktion gesunder Nahrungsmittel in den nächsten Jahrzehnten in den Blick nimmt.

»Ziel der Agrar- und Veterinär-Akademie ist es, die Probleme der modernen, nachhaltigen Landwirtschaft und Tierhaltung zu erörtern. Wir wollen gemeinsam Wege finden, um tiergerecht, praxisbezogen und verbraucherorientiert zu arbeiten« Ernst-Günther Hellwig, Gründer und Leiter der AVA, Steinfurt, Burgsteinfurt







Leseranfragen:
Ernst-Günther Hellwig
Agrar- und Veterinär-Akademie (AVA) EG Hellwig
Wettringer Straße 10 - D 48565 Steinfurt-Burgsteinfurt
fon: +49-(0)2551- 7878 fax: +49-(0)2551-83 43 00
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