InternetIntelligenz 2.0

kostenlos Pressemitteilungen einstellen | veröffentlichen | verteilen

Pressemitteilungen

 

Neue Westfälische (Bielefeld): Debatte um Militärschlag beherrscht Syrien-Konflikt
Europa muss handeln
Thomas Seim

ID: 1600307


(ots) - Die Bundeskanzlerin hat eine Beteiligung an
einem Militärschlag in Syrien ausgeschlossen. Das ist gut so. Man
würde sich allerdings etwas ruhiger fühlen, wenn die
Richtlinienkompetenz der Kanzlerin in der Außenpolitik nicht auf dem
Status des "Nein" verharren würde. Das gilt um so mehr, wenn es wie
so häufig bei dieser Regierungschefin gar kein "Nein" ist. Politisch
nämlich scheint sie eine Aktion mittragen zu wollen. Das hat - leider
- nicht die Qualität ihres Vorgängers im Irak-Konflikt Anfang der
2000er Jahre. Man mag einwenden, dass eine Strategie wie die
Schröders gegen Bush nicht zielführend ist. Es stimmt sicher, dass
die drei starken Männer der aktuellen Welt - US-Präsident Trump,
Russlands Präsident Putin und Chinas Präsident Xi Jinping - sich kaum
von einem deutschen Votum allein beeindrucken lassen. Aber der Satz
von Helmut Schmidt hat nichts von seiner Kraft verloren: "Lieber 100
Stunden verhandeln als eine Minute schießen." Wo also ist die
Initiative der deutschen Kanzlerin, gemeinsam mit dem französischen
Präsidenten Macron und der britischen Premierministerin May, die drei
Weltherrscher an den Verhandlungstisch zu bringen? Warum stimmt
Merkel nicht eine Haltung ab und initiiert Syrien-Gespräche? Im Kern
ist der Syrienkonflikt geeignet dafür, Europa mit einer Stimme
sprechen zu lassen. Gerade weil die Protagonisten aller größeren
Konflikte in der Welt sich in der Pose der "harten Kerle" gefallen,
wäre eine gemeinsame europäische Initiative ein Beweis politischer
Kompetenz. Sie hätte darüber hinaus die angenehme Nebenwirkung, dass
dieses schwächelnde Friedens- und Wohlstandsbündnis der EU sich stark
fühlen dürfte, denn die Menschen wollen keine Gewaltlösung. Die
Kanzlerin wäre gut beraten, ihre immer wieder neu formulierte
Sowohl-als-auch-Haltung aufzugeben. Wenn sie Hilfe braucht: Ein




Diplomat wie Bundespräsident Steinmeier hat das längst auf dem
Schirm. Ihm sind qua Amt die Hände gebunden - aber als Ratgeber steht
er sicher bereit. Das Ergebnis einer solchen Initiative - das muss
klar sein - darf nicht die Akzeptanz oder Entschuldigung für diese
bestialischen Giftgas-Angriffe sein. Wenn, was wahrscheinlich
scheint, Syriens Präsident Assad dafür verantwortlich ist, gehört er
vor das Kriegsverbrechertribunal in Den Haag. Mit Bomben von
Supermächten allerdings wird man ihn nicht dahin bekommen. Dazu
braucht es politische Kraft. Man wünscht, dass Merkel doch noch über
sie verfügt. Auch nach knapp 13 Jahren Moderation im Amt.



Pressekontakt:
Neue Westfälische
News Desk
Telefon: 0521 555 271
nachrichten(at)neue-westfaelische.de

Original-Content von: Neue Westfälische (Bielefeld), übermittelt durch news aktuell


Themen in diesem Fachartikel:


Unternehmensinformation / Kurzprofil:



Leseranfragen:



PresseKontakt / Agentur:



drucken  als PDF  an Freund senden  Neue Westfälische (Bielefeld): Leere Flüchtlingsunterkünfte
Millionenschwere Fehlplanung
Stefan Boes
Rheinische Post: Kommentar: Merkels Moment
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 13.04.2018 - 20:00 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1600307
Anzahl Zeichen: 0

Kontakt-Informationen:
Ansprechpartner:
Stadt:

Bielefeld


Telefon:

Kategorie:

Politik & Gesellschaft


Anmerkungen:


Dieser Fachartikel wurde bisher 43 mal aufgerufen.


Der Fachartikel mit dem Titel:
"Neue Westfälische (Bielefeld): Debatte um Militärschlag beherrscht Syrien-Konflikt
Europa muss handeln
Thomas Seim
"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von

Neue Westfälische (Bielefeld) (Nachricht senden)

Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).

Drastischer Anstieg von Essstörungen in NRW ...

Essstörungen greifen bei Mädchen und jungen Frauen aus NRW seit der Corona-Pandemie massiv um sich. Die Zahl der Betroffenen im Alter von 12 bis 29 Jahren stieg innerhalb von fünf Jahren um rund 42 Prozent an. Das berichtet die"Neue Westfäli ...

Hunderte antisemitische Straftaten in NRW ...

Bielefeld. Im vergangenen Jahr hat die Polizei in NRW 527 antisemitische Straftaten erfasst. Das teilte eine Sprecherin des NRW-Innenministeriums der"Neuen Westfälischen"mit. Die Zahl ist im Vergleich zum Jahr 2024 rückläufig (695), alle ...

Grundschülern in NRW droht Verlust ihres OGS-Platzes ...

Wenn im Sommer der Rechtsanspruch auf einen OGS-Platz für Erstklässler greift, drohen Schülerinnen und Schüler höherer Klassen leer auszugehen."Es herrscht große Angst, bestehende Plätze zu verlieren", sagt der Vorsitzende der Landes ...

Alle Meldungen von Neue Westfälische (Bielefeld)



 

Wer ist Online

Alle Mitglieder: 50.290
Registriert Heute: 0
Registriert Gestern: 0
Mitglied(er) online: 0
Gäste Online: 112


Bitte registrieren Sie sich hier. Als angemeldeter Benutzer nutzen Sie den vollen Funktionsumfang dieser Seite.