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Neue Westfälische (Bielefeld): Hacker-Angriff auf deutsche Ministerien
Computerwelt ist verwundbar
Dirk-Ulrich Brüggemann

ID: 1586239


(ots) - Kein Computernetzwerk ist wirklich sicher. Diese
schmerzliche Erfahrung hat jetzt die Bundesregierung in Berlin erneut
machen müssen. Bereits im Jahr 2015 hatten schon einmal die
Alarmsysteme des Bundesnetzes angeschlagen. Mit diesem wiederholten
Angriff zeigt sich die Verwundbarkeit der vernetzten Computer.
Wirklich sicher wird ein Netzwerk nie sein. Immer wieder finden sich
Programmierer, die in dunklen Hinterzimmern irgendwo auf der Welt
daran arbeiten, in fremde Netze einzudringen und Daten zu stehlen
oder zu manipulieren. Doch nicht nur Netze von Regierungen sind
gefährdet. Angegriffen werden auch Firmennetzwerke, Banken und
Steuerungsanlagen von Energieversorgern. Die schöne neue Computerwelt
ist verwundbarer denn je. Wir müssen in Angst und Sorge leben, dass
sich Hacker beispielsweise an eisigen Wintertagen die Stromversorgung
eines Landes vornehmen und diese mit nur ein paar Tastaturanschlägen
außer Kraft setzen. In einer E-Mail wird Lösegeld gefordert. Zahlen
wir nicht, bleibt es dunkel und kalt. Der Kampf gegen die dunkle
Seite der Macht in der Computerwelt ist kein einfacher. Die Guten
haben eigentlich häufig das Nachsehen, denn sie sind immer einen
Schritt zurück. Sie sind zum Reagieren verdammt. Während die Hacker
ständig agieren und ihre schädlichen Quellcodes in fremde Rechner
einschleusen, sitzen die Männer und Frauen der Cyber-Abwehr in
Lauerstellung und fahnden nach fremden Datenspuren in ihren
Netzwerken. Selbst aktiv werden dürfen sie nicht. Die deutsche
Rechtssprechung erlaubt kein "Hack back", also Zurückschlagen.
Leider. Die Bundesregierung ist bisher gescheitert, Versuche zu
legalisieren, um bei Angriffen im Internet zurückschlagen zu dürfen.
Viele Experten warnen zudem vor aktiven "Back Hacks", weil sie der
Ansicht sind, dies führe nur zu einer weiteren Eskalation und würde




letztlich keine Angriffe auf kritische Infrastrukturen wie
Elektrizitäts- und Wasserwerke verhindern. Diese Entscheidung gilt es
in der Zukunft zu überdenken. Es darf nicht sein, das auf der einen
Seite die Sicherheitsbehörden ausgebremst werden und sich auf der
anderen Seite die Hacker nicht um Gesetze scheren. Diese neue
Cyberattacke macht auch deutlich, dass jeder Computerbesitzer
umsichtig mit seinem Rechner umgehen muss. Ignorieren wir die
Warnungen der Experten, öffnen wir den Hackern und ihren
Schadprogrammen die digitalen Türen und Tore.



Pressekontakt:
Neue Westfälische
News Desk
Telefon: 0521 555 271
nachrichten(at)neue-westfaelische.de

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Datum: 01.03.2018 - 20:00 Uhr
Sprache: Deutsch
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