Zukunftsweisende Anlagentechnik für den Hybriden Leichtbau

14.11.2017 - 13:36 | 1551199


Artikel von Fraunhofer Institut für Chemische Technologie ICT

Modulares BOLT-ON-LANGFASER-Spritzgießaggregat erfolgreich in 3.600-Tonnen-Presse integriert

(PresseBox) - Das Fraunhofer ICT nutzt seit Kurzem eine neue Anlagentechnik zur Herstellung und Erforschung moderner, funktionsintegrierter Hybrid-Bauteile. Das zusammen mit dem Industriepartner Arburg entwickelte Niederflur-Spritzgießaggregat kann als modulare Einheit an vertikalen Schließeinheiten eingesetzt werden. Durch Integration in die vorhandene, parallelitätsgeregelte 3.600-Tonnen-Presse des Instituts können nun bisher nicht fertigbare Bauteildimensionen und ?komplexitäten realisiert werden.

?Basierend auf dem langjährigen Know-how des Fraunhofer ICT zur Konsolidierung, Formgebung und Funktionsintegration thermoplastischer Halbzeuge im Spritzgießen sowie Fließpressen, stellt die neue Spritzpress-Anlage eine gelungene Erweiterung des Maschinenparks dar?, so Tobias Joppich, Projektleiter am Fraunhofer ICT. ?Hervorzuheben sind vor allem die erweiterten Möglichkeiten zur wirtschaftlichen Fertigung lokal endlosfaserverstärkter Spritzgießbauteile sowie funktionsintegrierter, flächiger Bauteile aus Tape oder Organoblech?, ergänzt Sascha Kilian, ebenfalls Projektleiter am Fraunhofer ICT.

Das Bolt-On-System wird mithilfe einer zentrischen Säulenanbindung direkt mit dem Werkzeug gekoppelt und erlaubt dadurch eine außerordentlich flexible Anbindung an verschiedene vertikale Schließeinheiten. Eines der charakteristischsten Merkmale des Niederflur-Aggregates ist die Trennbarkeit der Spritzgießeinheit von der hydraulischen und elektrischen Versorgungseinheit. Damit kann sowohl der Einsatzort wie auch das Anlagenlayout schnell an geänderte Anforderungen angepasst werden. Zusätzlich ist es denkbar, verschiedene Aggregate mit einer Versorgungseinheit zu verwenden. Ebenfalls integriert ist das FDC-Verfahren (Faser-Direkt-Compoundieren) von Arburg. Hierbei werden Faserrovings am vorderen Teil des Spritzaggregats geschnitten und direkt der Thermoplastschmelze zugeführt, um so langfaserverstärkte Bauteile wirtschaftlicher herstellen zu können. Das neue Aggregat ist dabei die weltweit größte FDC-Einheit des Maschinenherstellers.



Das Niederfluraggregat wurde im Rahmen des öffentlich geförderten Verbundvorhabens BMBF-MoPaHyb (www.mopahyb.de) entwickelt. Ziel des Vorhabens ist die Entwicklung eines modularen Anlagenkonzepts zur flexiblen Herstellung von strukturellen Hybridbauteilen. Im Fokus steht dabei die Möglichkeit einer schnellen Anpassung des Anlagenlayouts und der Fertigungslinie. Der entwickelte Ansatz soll eine wirtschaftliche Fertigung bei kleinen Losgrößen und gleichzeitiger Bauteilderivatisierung ermöglichen.

Der Produktbereich »Polymer Engineering« (PE) am Fraunhofer-Institut für Chemische Technologie ICT in Pfinztal gehört zu den bedeu-tenden anwendungsnahen Forschungseinrichtungen in der Kunststoffbranche. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, überwiegend mit ingeni-eurswissenschaftlicher Ausbildung, erarbeiten zusammen mit Partnern und Kunden neue Verfahrensschritte und erweitern dadurch ständig die Einsatzgrenzen heutiger polymerer Materialien. PE bietet Forschungs- und Entwicklungsdienstleistungen von der Idee bis hin zur Prototy-penherstellung aus einer Hand.

Die Fraunhofer-Gesellschaft ist die führende Organisation für angewandte Forschung in Europa. Unter ihrem Dach arbeiten 69 Institute und Forschungseinrichtungen an Standorten in ganz Deutschland. 24 500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erzielen das jährliche Forschungsvo-lumen von 2,1 Milliarden Euro. Davon fallen 1,9 Milliarden Euro auf den Leistungsbereich Vertragsforschung. Über 70 Prozent dieses Leis-tungsbereichs erwirtschaftet die Fraunhofer-Gesellschaft mit Aufträgen aus der Industrie und mit öffentlich finanzierten Forschungsprojek-ten. Internationale Kooperationen mit exzellenten Forschungspartnern und innovativen Unternehmen weltweit sorgen für einen direkten Zugang zu den wichtigsten gegenwärtigen und zukünftigen Wissenschafts- und Wirtschaftsräumen.

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Der Produktbereich»Polymer Engineering« (PE) am Fraunhofer-Institut für Chemische Technologie ICT in Pfinztal gehört zu den bedeu-tenden anwendungsnahen Forschungseinrichtungen in der Kunststoffbranche. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, überwiegend mit ingeni-eurswissenschaftlicher Ausbildung, erarbeiten zusammen mit Partnern und Kunden neue Verfahrensschritte und erweitern dadurch ständig die Einsatzgrenzen heutiger polymerer Materialien. PE bietet Forschungs- und Entwicklungsdienstleistungen von der Idee bis hin zur Prototy-penherstellung aus einer Hand.Die Fraunhofer-Gesellschaft ist die führende Organisation für angewandte Forschung in Europa. Unter ihrem Dach arbeiten 69 Institute und Forschungseinrichtungen an Standorten in ganz Deutschland. 24 500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erzielen das jährliche Forschungsvo-lumen von 2,1 Milliarden Euro. Davon fallen 1,9 Milliarden Euro auf den Leistungsbereich Vertragsforschung. Über 70 Prozent dieses Leis-tungsbereichs erwirtschaftet die Fraunhofer-Gesellschaft mit Aufträgen aus der Industrie und mit öffentlich finanzierten Forschungsprojek-ten. Internationale Kooperationen mit exzellenten Forschungspartnern und innovativenUnternehmen weltweit sorgen für einen direkten Zugang zu den wichtigsten gegenwärtigen und zukünftigen Wissenschafts- und Wirtschaftsräumen.


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