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Neue Westfälische (Bielefeld): Streit um Vorstandsposten bei der Bahn
Zeichen setzen
Wolfgang Mulke, Berlin

ID: 1514763


(ots) - Spitzenpositionen in der deutschen Wirtschaft
werden nach wie vor zu selten mit Frauen besetzt. Offenkundig bleiben
die Manager entgegen vieler guter Worte lieber unter sich, wenn es
darauf ankommt. Deshalb sind Vorreiter erwünscht, die zeigen, dass es
genügend fähige Frauen gibt, die auch große Konzerne führen können.
Bei der Deutschen Bahn könnte der Eigentümer, der Bund, ein gutes
Zeichen setzen. Zwei Vorstandsposten sind hier vakant. Mit der
Informatikprofessorin Sabina Jeschke gilt eine Frau als gesetzt. Sie
könnte das Ressort Digitalisierung übernehmen. Um den zweiten Job
wird im Aufsichtsrat, der für die Besetzung zuständig ist, noch
gerangelt. Wirtschaftsministerin Brigitte Zypries, selbst bis zur
Ernennung in diesem Gremium vertreten, macht sich öffentlich für eine
zweite Frau im Vorstand stark. Doch Bahnchef Lutz und ein Teil des
Aufsichtsrates neigen zu einen internen Karrieresprung für den
bisherigen Chef der Cargosparte, Jürgen Wilder, zum Vorstand für den
Güterverkehr. Da die Bahn im Schienengüterverkehr seit Jahren rote
Zahlen schreibt und ihre Gegenstrategie erst kürzlich über den Haufen
werfen musste, erscheint diese interne Lösung nicht gerade zwingend.
Hier könnte der Aufsichtsrat durchaus nach einer gut geeigneten
Alternative suchen und dabei einer weiteren Frau den Vorzug geben.
Dafür mag nicht jeder Verständnis aufbringen. Aber wenn die
Gleichberechtigung in die Chefetagen einziehen soll, muss es solche
Vorreiter geben.



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Neue Westfälische
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Telefon: 0521 555 271
nachrichten(at)neue-westfaelische.de

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Datum: 26.07.2017 - 21:00 Uhr
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