InternetIntelligenz 2.0

kostenlos Pressemitteilungen einstellen | veröffentlichen | verteilen

Pressemitteilungen

 

Neue Westfälische (Bielefeld): Kommentar:
Deutschland braucht einen Außenminister
Warten auf Schulz
Martin Fröhlich

ID: 1424958


(ots) - Die Euphorie ist groß: Frank-Walter Steinmeier
wird wohl Bundespräsident. Der Mann, der laut Umfragen das Vertrauen
der Bevölkerung in dieser Sache genießt. Doch jede noch so gute
Entscheidung hat ihre Schattenseite. Das Land gewinnt einen
Bundespräsidenten und verliert einen profilierten Außenminister. Die
Zeit, bis ein Steinmeier-Nachfolger aus dem Hut gezaubert werden
muss, ist kurz. Am 12. Februar wird der Bundespräsident bestimmt.
Erschwerend kommt hinzu: Im September wird ein neuer Bundestag
gewählt. Wer danach mit wem regiert, ist nicht sicher. Auch nicht,
welche Partei den Außenminister stellt. Es könnte also ein
Interimsminister werden. Weil man beim Planen nicht alles offen
lassen kann, bis alle Unwägbarkeiten beseitigt sind, braucht es eine
Grundannahme. Die lautet: Die SPD stellt nach der Bundestagswahl den
Außenminister, weil es aufgrund der Zersplitterung der politischen
Landschaft wieder eine große Koalition mit der Union geben wird.
Falls nicht, wären die Sozialdemokraten den Posten los. Entweder,
weil sie stärkste Partei einer rot-rot-grünen Koalition wären oder in
die Opposition müssten. Wenn die SPD einen Außenminister aufbieten
soll, fällt nur ein Name. Martin Schulz. Er erscheint als logischer
Nachfolger Steinmeiers, würde gemeinsam mit diesem und Angela Merkel
eine europäische Phalanx bilden. Alle drei sind EU-Verfechter. Doch
Schulz hebt bislang nicht die Hand. Warum? Es könnte mit der Hoffnung
auf eine Fortsetzung seiner Brüsseler Karriere verbunden sein.
Angedacht war, dass Schulz 2017 das Amt des EU-Parlamentspräsidenten
ans konservative Lager abgibt. Doch nun argumentieren Europas
Sozialdemokraten, dass auch die Ämter des Kommissionspräsidenten
(Jean-Claude Juncker) und des Ratspräsidenten (Donald Tusk) mit
Konservativen besetzt sind. Da müsste der Parlamentspräsident weiter




aus ihrem Lager kommen. Und hieße Schulz. Auch SPD-Chef Sigmar
Gabriel wird mehr als einmal nachdenken, ehe er sich den populären
Schulz an die Seite holt. Die Rufe nach einer Kanzlerkandidatur des
wortgewandten und mehrsprachigen Rheinländers wären kaum zu
überhören. Schulz auf der Überholspur an Gabriel vorbei? Dieses
Szenario würde Gabriel mit Sicherheit ausschließen wollen, ehe er den
potenziellen Konkurrenten auf den Außenministerschild hebt. Fest
steht: Der Außenminister darf keine Notlösung sein. Zu wichtig ist er
in den Zeiten der Trumps, Erdogans, Putins und Brexits.



Pressekontakt:
Neue Westfälische
News Desk
Telefon: 0521 555 271
nachrichten(at)neue-westfaelische.de

Original-Content von: Neue Westf?lische (Bielefeld), übermittelt durch news aktuell


Themen in diesem Fachartikel:


Unternehmensinformation / Kurzprofil:



Leseranfragen:



PresseKontakt / Agentur:



drucken  als PDF  an Freund senden  Badische Neueste Nachrichten: zu Selektorenlisten
Kommentar von Martin Ferber
Westfalenpost: zur Lage der Großen Koalition: Sigmar Gabriel - der Präsidentenmacher
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 15.11.2016 - 21:45 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1424958
Anzahl Zeichen: 0

Kontakt-Informationen:
Ansprechpartner:
Stadt:

Bielefeld


Telefon:

Kategorie:

Politik & Gesellschaft


Anmerkungen:


Dieser Fachartikel wurde bisher 39 mal aufgerufen.


Der Fachartikel mit dem Titel:
"Neue Westfälische (Bielefeld): Kommentar:
Deutschland braucht einen Außenminister
Warten auf Schulz
Martin Fröhlich
"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von

Neue Westfälische (Bielefeld) (Nachricht senden)

Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).

Drastischer Anstieg von Essstörungen in NRW ...

Essstörungen greifen bei Mädchen und jungen Frauen aus NRW seit der Corona-Pandemie massiv um sich. Die Zahl der Betroffenen im Alter von 12 bis 29 Jahren stieg innerhalb von fünf Jahren um rund 42 Prozent an. Das berichtet die"Neue Westfäli ...

Hunderte antisemitische Straftaten in NRW ...

Bielefeld. Im vergangenen Jahr hat die Polizei in NRW 527 antisemitische Straftaten erfasst. Das teilte eine Sprecherin des NRW-Innenministeriums der"Neuen Westfälischen"mit. Die Zahl ist im Vergleich zum Jahr 2024 rückläufig (695), alle ...

Alle Meldungen von Neue Westfälische (Bielefeld)



 

Wer ist Online

Alle Mitglieder: 50.290
Registriert Heute: 0
Registriert Gestern: 0
Mitglied(er) online: 0
Gäste Online: 48


Bitte registrieren Sie sich hier. Als angemeldeter Benutzer nutzen Sie den vollen Funktionsumfang dieser Seite.