InternetIntelligenz 2.0

kostenlos Pressemitteilungen einstellen | veröffentlichen | verteilen

Pressemitteilungen

 

Neue Westfälische (Bielefeld): NRW-Innenminister Jäger übt Kritik an Belgien
Unverfroren
Carolin Nieder-Entgelmeier

ID: 1337828


(ots) - Zwei Stunden nach den Terroranschlägen in
Brüssel kritisiert NRW-Innenminister Ralf Jäger die belgischen
Ermittlungsbehörden. Zu einer Zeit, in der die Polizisten unter
Einsatz ihres Lebens noch mitten im Anti-Terror-Kampf stecken und die
Bevölkerung Angst vor weiteren Explosionen hat, erklärt Jäger mit der
breiten Brust eines erfolgreichen Terrorbekämpfers, dass die
belgischen Ermittler die salafistische Szene jahrelang nicht im Auge
gehabt haben. Mit Blick auf die prächtig gedeihende Islamistenszene
in NRW zeugt Jägers Kritik nicht nur von einem Mangel an Pietät, sie
ist an Unverfrorenheit kaum zu überbieten. NRW ist die deutsche
Hochburg der islamistischen Szene. Und das gilt nicht nur für die
Großstädte an Rhein und Ruhr. Selbst im vermeintlich beschaulichen
OWL formieren sich in Städten wie Herford gewaltbereite Salafisten,
die für die Terrormiliz IS im Dschihad kämpfen. Landesweit zählt der
Verfassungsschutz in NRW 2.700 radikale Islamisten, so viele wie in
keinem anderen Bundesland. Doch nur 120 von ihnen haben die Behörden
im Blick. Spezialisierte Ermittler überwachen Kommunikation,
Netzwerke und Reiseaktivitäten, um Anschlagspläne früh zu erkennen.
Jäger versichert immer wieder, wie gefährlich die Lage ist.
Gleichzeitig offenbaren die Ermittlungen nach den Anschlägen in
Brüssel und Paris, wie lückenhaft die Überwachung islamistischer
Gefährder ist. Der mutmaßliche Paris-Attentäter Salah Abdeslam ist
vor dem Anschlag mehrfach durch Deutschland gereist, um sich mit
Gesinnungsbrüdern zu treffen. Bei dem Attentäter, der vor einer
Polizeistation in Paris erschossen wurde, handelte es sich um einen
Mann mit sieben Identitäten, der vor der Attacke dreimal von
NRW-Gerichten verurteilt worden war. Trotz der Verurteilungen ist den
Behörden bis heute nicht die tatsächliche Identität des Mannes




bekannt. Jäger muss sich also fragen, ob die deutschen
Sicherheitsbehörden, insbesondere die in NRW, nicht mehr hätten tun
können, um Attentate wie die in Brüssel oder Paris zu verhindern. Als
Innenminister in NRW lässt Jäger ebenso wie seine belgischen und
französischen Amtskollegen zu, dass der Datenaustausch zwischen den
Sicherheitsbehörden immer noch nicht funktioniert und dass die
Islamistenszene wächst. Ebenso wie in Brüssel oder Paris ist in NRW
eine Generation gewaltbereiter Islamisten herangewachsen, die bereits
die nächsten Anschläge planen könnte. Warum Deutschland bislang von
Terroranschlägen verschont geblieben ist und ob sich das in Zukunft
ändern wird, kann niemand beantworten. Sicher ist nur, dass die
Attentäter unter uns sind.



Pressekontakt:
Neue Westfälische
News Desk
Telefon: 0521 555 271
nachrichten(at)neue-westfaelische.de


Themen in diesem Fachartikel:


Unternehmensinformation / Kurzprofil:



Leseranfragen:



PresseKontakt / Agentur:



drucken  als PDF  an Freund senden  Brillen-Verbot für Autofahrer ab 1.1.2018
Neue Westfälische (Bielefeld): Mehr Angriffe auf Rettungskräfte und Feuerwehren
Raue Sitten
Matthias Bungeroth
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 24.03.2016 - 20:30 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1337828
Anzahl Zeichen: 0

Kontakt-Informationen:
Ansprechpartner:
Stadt:

Bielefeld


Telefon:

Kategorie:

Politik & Gesellschaft


Anmerkungen:


Dieser Fachartikel wurde bisher 52 mal aufgerufen.


Der Fachartikel mit dem Titel:
"Neue Westfälische (Bielefeld): NRW-Innenminister Jäger übt Kritik an Belgien
Unverfroren
Carolin Nieder-Entgelmeier
"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von

Neue Westfälische (Bielefeld) (Nachricht senden)

Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).

Drastischer Anstieg von Essstörungen in NRW ...

Essstörungen greifen bei Mädchen und jungen Frauen aus NRW seit der Corona-Pandemie massiv um sich. Die Zahl der Betroffenen im Alter von 12 bis 29 Jahren stieg innerhalb von fünf Jahren um rund 42 Prozent an. Das berichtet die"Neue Westfäli ...

Hunderte antisemitische Straftaten in NRW ...

Bielefeld. Im vergangenen Jahr hat die Polizei in NRW 527 antisemitische Straftaten erfasst. Das teilte eine Sprecherin des NRW-Innenministeriums der"Neuen Westfälischen"mit. Die Zahl ist im Vergleich zum Jahr 2024 rückläufig (695), alle ...

Grundschülern in NRW droht Verlust ihres OGS-Platzes ...

Wenn im Sommer der Rechtsanspruch auf einen OGS-Platz für Erstklässler greift, drohen Schülerinnen und Schüler höherer Klassen leer auszugehen."Es herrscht große Angst, bestehende Plätze zu verlieren", sagt der Vorsitzende der Landes ...

Alle Meldungen von Neue Westfälische (Bielefeld)



 

Wer ist Online

Alle Mitglieder: 50.290
Registriert Heute: 0
Registriert Gestern: 0
Mitglied(er) online: 0
Gäste Online: 76


Bitte registrieren Sie sich hier. Als angemeldeter Benutzer nutzen Sie den vollen Funktionsumfang dieser Seite.