Mitteldeutsche Zeitung: zu Gefahren für Handschrift
(ots) - Zu den Gefahren zählt eine nachlassende
Konzentrationsfähigkeit, die - man kann es überall sehen, auch an
sich selbst - nicht auf Kinder beschränkt ist. So findet man in
Restaurants immer mehr Paare, die auf ihren Geräten spielen, statt
sich ihrem Gegenüber zu widmen. Sie können nicht anders. Und Handys
sind im Straßenverkehr längst ähnlich riskant wie Alkohol. Da wir uns
die Welt durch Sprache erschließen und unser Verhältnis zur Sprache
im Online-Zeitalter flüchtig wird, droht das kognitive Vermögen zu
leiden: das Begreifen und Erinnern. Wer die Welt künftig nicht bloß
bedienen, sondern weiterhin auch ein bisschen verstehen will, der
muss sich Kernkompetenzen erhalten. Das Schreiben gehört dazu.
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Hartmut Augustin
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Datum: 01.04.2015 - 19:09 Uhr
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