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Neue Westfälische (Bielefeld): Kommentar: Aufgeladene Atmosphäre zwischen Athen und Berlin
Sachlich bleiben
Alexandra Jacobson, Berlin

ID: 1187537

(ots) - Griechenlands Forderung nach Entschädigung für
die deutschen Gräuel in der Nazi-Zeit bleibt auf dem Tisch. Auch wenn
die Bundesregierung weiterhin Reparationen ablehnt, räumte gestern
selbst Staatsminister Michael Roth im Auswärtigen Amt ein, dass die
Verbrechen der Nationalsozialisten in Hellas nicht vollständig
aufgearbeitet seien. Die Bundesregierung sollte da nicht stur auf
alten Beschlüssen beharren, sondern auf die Nachkommen der Opfer
zugehen. Das aber braucht Zeit. Umso wichtiger, dass all die Projekte
rasch in die Tat umgesetzt werden, die die Große Koalition zur
Aussöhnung mit Griechenland bereits im vergangenen Herbst beschlossen
hat: An erster Stelle ist hier der Aufbau eines deutsch-griechischen
Jugendwerks zu nennen. Generell sollten die Fragen der
Vergangenheitsbewältigung samt Entschädigung aber von der aktuellen
Schuldenkrise getrennt werden. Eine Vermischung würde die Situation
noch weiter mit Emotionen aufladen. Jetzt sind dringend Sachlichkeit
und Besonnenheit gefragt. Das gilt für beide Seiten. Dass
Finanzminister Schäuble öffentlich verkündet, alles Vertrauen in die
griechische Regierung verloren zu haben, ist auch nicht hilfreich.
Zur Sachlichkeit sollte auch die griechische Regierung zurückfinden -
ganz ohne Stinkefinger und unflätige Beschimpfungen. Dass
Ministerpräsident Tsipras in einer Zwickmühle steckt, ist klar. Er
hat seinen Wählern viel versprochen. Nun stellt sich aber heraus,
dass es in Europa keinen Finanzminister und auch keine Steuerzahler
gibt, die bereit wären, die griechischen Wahlversprechen zu
finanzieren. Doch noch will die Regierung in Athen ihren Wählern die
bittere Wahrheit nicht mitteilen. Vielleicht würde sie sogar eher den
"Grexit", also den Austritt aus dem Euro riskieren, als den Bürgern
reinen Wein einzuschenken. Dafür spricht einiges: Finanzminister




Varoufakis spricht von "unbedeutenden Liquiditätsproblemen" und
weigert sich, einen Kassensturz zu mache. Und die Regierung arbeitet
weiter daran, Reformen zurückzudrehen. Hellas sollte in der Eurozone
bleiben - das ist der Wille in Brüssel und Berlin. Ist es auch der
Herzenswunsch der Regierung in Athen?



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Neue Westfälische
News Desk
Telefon: 0521 555 271
nachrichten(at)neue-westfaelische.de


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Datum: 17.03.2015 - 20:40 Uhr
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