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Neue Westfälische (Bielefeld): Kommentar
Fußball-WM 2022 im katarischen Winter
Schachzüge
UWE KLEINSCHMIDT

ID: 1177457

(ots) - Eine Fußball-WM im Winter - der erste Reflex ist
nachvollziehbar. Haben wir uns doch seit der WM 2006, dem
Sommermärchen, so an Public Viewing in der Sommerfrische gewöhnt!
Haben es 2010 durchgezogen und uns 2014 mit Bier und Caipirinha
gegenseitig zu Weltmeistern getauft. Dieser Gedanke ist allerdings
ein einigermaßen egoistischer, schließlich gibt es auch Fans von
WM-Teilnehmern, die sonst gefroren haben: die von der Südhalbkugel.
2010 ließen die Südafrikaner im Norden des Landes ihre Vuvuzelas
unter dem Gefrierpunkt dröhnen. Während wir uns mit derlei
Wetter-Firlefanz beschäftigen, steht der Sieger mit
Millioneneinnahmen jetzt schon fest: die FIFA. Der erste Teil des
Skandals war schon bei der Vergabe der WM am 2. Dezember 2010
perfekt. Da lagen ausreichende Daten vor, aus denen hervorging, dass
eine Fußball-WM im Sommer in Katar der allergrößte Unfug ist. Den
Bewerbungsunterlagen der Katarer war zu entnehmen, dass sie komplett
klimatisierte Stadien in zeltähnlichen Konstruktionen anbieten. Kaum
zu glauben, dass das jemand geglaubt hat. Nun der absehbare
Jahreszeiten-Schwenk in den November. Der hätte im Dezember 2010 noch
nicht funktioniert: Ausgeschrieben von der FIFA war eine Sommer-WM.
Der Wechsel auf den Winter ist in etwa so, als ob eine Stadt ein
Krankenhaus ausschreibt und dann ein Parkhaus bekommt. Folgen werden
Diskussionen um die Rechtmäßigkeit der Vergabe (werden
abgeschmettert) und um den terminlichen Einbau der WM in den
europäischen Fußball-Kalender (wird geregelt). Die WM in Katar steht,
das Ölgeld fließt. Das Finale in der Reihe der genialen
FIFA-Schachzüge: Die Katar-Debatte lenkt vorzüglich von der WM 2018,
in gut drei Jahren (!), in Russland ab. In einem Land, das seit
geraumer Zeit einen innereuropäischen Krieg führt. Da ist die Frage
"Bier oder Glühwein?" nun wirklich das Allerunwichtigste auf dieser




Fußball-Welt.



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Datum: 24.02.2015 - 20:50 Uhr
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