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Frankfurter Rundschau: Pressestimme zu jüdischer Auswanderung

ID: 1173793

(ots) - Die Frankfurter Rundschau schreibt zur Debatte
über jüdische Auswanderung nach Israel:

Vor Antisemitismus und Terror zu flüchten, wäre falsch. Dass ein
offenbar überwiegender Teil der europäischen Juden die Antwort selbst
gibt, ist von besonderer Bedeutung. Denn diejenigen, die nicht in
bewachten Synagogen beten, ihre Kinder nicht unter Polizeischutz in
die Schule schicken müssen, hätten da keine Ratschläge zu erteilen
(weshalb die Politiker recht daran tun, nichts zu raten, sondern nur
die Bereicherung durch das Judentum zu würdigen). Was Netanjahu
betreibt, ist ein Hohn auf die Vielfalt, von der freiheitliche
Gesellschaften leben - und das gleich doppelt. Zu Hause versucht er,
die Realität eines multireligiösen, multiethnischen Israel zu
hintertreiben. Und für Europa wäre er bereit in Kauf zu nehmen, dass
die Bereicherung der Gesellschaften durch ein lebendiges Judentum
erneut am Ende wäre.



Pressekontakt:
Frankfurter Rundschau
Ressort Politik
Telefon: 069/2199-3222




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Datum: 16.02.2015 - 16:56 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1173793
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