Mitteldeutsche Zeitung: zu Union und Pegida-Protesten
(ots) - Einst war es die akademische Jugend, die dem
"Establishment" ihr Misstrauen aussprach. Heute sehen wohlgesetzte
Familienväter ihre Lebensweise infrage gestellt und tragen ihre Angst
vor sozialem Abstieg auf die Straße - bar jeder Erwartung, dass "die
da oben" sich darum kümmern. Die Demonstranten von heute erwecken
auch den Eindruck, sie wollten die Zeit in eine Zone der Sicherheit
zurückdrehen, die es in dieser globalisierten Welt nicht mehr geben
kann. Aber die Politik steht in der Pflicht: Wenn die Mehrheit der
Menschen nicht mit Pegida schreit, muss die Politik ihr eine Stimme
geben.
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Hartmut Augustin
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Datum: 02.01.2015 - 19:26 Uhr
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