Frankfurter Rundschau: Kommentar zu Pegida
(ots) - Wer in unserem Land keine radikalen Islamisten
möchte, sollte die Probleme nicht nur, aber auch in der mangelnden
Integrationsfähigkeit der Mehrheitsgesellschaft suchen - nicht, um
die Einwanderer von ihrer Verantwortung zu befreien, sondern weil mit
religiöser Radikalität und Gewalt nur fertig werden wird, wer die
sozialen Ursachen bekämpft. Dass Hartz-IV-Karrieren in der dritten
Generation nicht zur Konfliktvermeidung beitragen, sondern die Flucht
in simple Weltbilder fördern - das ist keine Entschuldigung für
Gewalt, aber eine Erklärung sehr wohl, ob "politisch korrekt" oder
nicht. Ja, Protest und Sorgen sind ernst zu nehmen, und wer sie
äußert, muss kein rechter Islamhasser sein. Aber denjenigen, die ihr
Nichtstun hinter der Legende von der "politischen Korrektheit"
verstecken, sollten wir im eigenen Interesse nicht folgen.
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Datum: 30.12.2014 - 18:31 Uhr
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