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Weser-Kurier:Über die mögliche Google-Aufspaltung schreibt Mirjam Moll:

ID: 1141481

(ots) - Google und Co. geht es an den Kragen. Zumindest
nach dem Willen der EU-Abgeordneten. Höchste Zeit wäre es. Mit ihrer
nicht bindenden Resolution hat die Volksvertretung zwar keinen
Einfluss auf die Ermittlungen von Wettbewerbskommissarin Vestager,
wohl aber ein deutliches Zeichen gesetzt. Dabei sollte die Botschaft
längst klar sein: Google finanziert sich zu 90 Prozent über
Werbeeinnahmen. Bei den Suchergebnissen werden die ersten drei
Ergebnisse nachweislich am meisten geklickt. Mit freiem Wettbewerb
hat das längst nichts mehr zu tun. Trotzdem hat sich Vestagers
Amtsvorgänger eher Zeit gelassen als die Angelegenheit
voranzutreiben, vermittelte gar den Anschein, die Ermittlungen gegen
Google fallen lassen zu wollen. Dabei gibt es kaum einen Grund,
Google zu schützen: Der Konzern ist milliardenschwer, doch ähnlich
wie andere Branchenriesen zahlt er dafür kaum Steuern. Würde sich die
EU für einen faireren Wettbewerb einsetzen, hätten womöglich auch
Startups aus den Mitgliedsstaaten eine Chance, sich auf dem Markt zu
etablieren. Weil Europas digitaler Binnenmarkt noch in den
Kinderschuhen steckt, entgehen der Union jährlich bis zu 260
Milliarden Euro. Höchste Zeit, die nationalen Barrieren in einem
ohnehin internationalen digitalen Markt abzubauen. Dann hat auch
Netzneutralität eine Chance.



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Datum: 27.11.2014 - 19:24 Uhr
Sprache: Deutsch
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