Rheinische Post: Evangelische Vernunft
(ots) - Zum Schluss ein Signal der Vernunft: Die Synode
der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) hat auf der letzten
Tagung ihrer Wahlperiode den Bayern Heinrich Bedford-Strohm zum
Ratsvorsitzenden gewählt. Das ist klug, weil Bedford-Strohm die beste
verfügbare Lösung war und weil die EKD jetzt auf die dringend nötige
Kontinuität über das Reformationsjubiläum 2017 hinaus hoffen kann.
Die Wahl war aber nicht so selbstverständlich, wie das Ergebnis
nahelegt - mehr als einmal folgte diese Synode Gruppeninteressen und
fabrizierte damit Personalblockaden. Dass jetzt solche
Empfindlichkeiten hintangestellt wurden, verdient Respekt. An
Bedford-Strohm ist es, zu beweisen, dass er auf dem rutschigen
Parkett der EKD die Stärken seiner Vorgänger Huber und Schneider
vereinen kann: pointierte Einmischung und pastorale Lebensnähe. Am
schwierigsten dürfte sein, den Protestantismus aus der öffentlichen
Defensive zu bringen - aber dieses Land braucht professionell
geführte Debatten zwischen Kirche und Politik. Wenn dem Neuen das
gelingt, ist das gut. Nicht nur für die EKD.
Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion
Telefon: (0211) 505-2621
Themen in diesem Fachartikel:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Datum: 11.11.2014 - 20:42 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1133902
Anzahl Zeichen: 0
Kontakt-Informationen:
Ansprechpartner:
Stadt:
Düsseldorf
Telefon:
Kategorie:
Politik & Gesellschaft
Anmerkungen:
Dieser Fachartikel wurde bisher 101 mal aufgerufen.
Der Fachartikel mit dem Titel:
"Rheinische Post: Evangelische Vernunft"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Rheinische Post (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).




