Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zur Pflegereform
(ots) - Pflegende Angehörige sind über Jahrzehnte
alleine gelassen worden. Ihre Leistung versickerte im Bereich der
Selbstverständlichkeit. Hier setzt die Pflegereform an. Eine bezahlte
Auszeit zur Organisation von Pflege und ein Rechtsanspruch auf
Pflegezeit sind der erste Schritt, um bisherige Defizite abzumildern.
Der jetzige Beschluss hilft einer anderen Gruppe hingegen nur
bedingt: Demenzkranke sollen zwar ohne Pflegestufe Zugang zu
ambulanten Leistungen erhalten. Doch das kann nur der Anfang sein.
Erst wenn die Politik es schafft, ein nachvollziehbares Verfahren zur
Begutachtung von Demenzpatienten zu schaffen, kann von Erfolg
gesprochen werden. Es ist ein Unding, dass zahlreiche Betroffene
keine Pflegestufe erhalten, weil sie noch zu viel können. Das
bisherige System begutachtet nur, wie viel Hilfe im Alltag nötig ist
- vom Anziehen bis zum Toilettengang. Demente Menschen können vieles
oft noch und fallen somit durch das Raster, obwohl sie im Alltag an
anderer Stelle auf Unterstützung angewiesen sind. Diesen Missstand
muss der Gesetzgeber beheben. Er hat es für 2015 angekündigt. Doch
nur Taten zählen.
Pressekontakt:
Westfalen-Blatt
Nachrichtenleiter
Andreas Kolesch
Telefon: 0521 - 585261
Themen in diesem Fachartikel:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Datum: 17.10.2014 - 21:00 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1123330
Anzahl Zeichen: 0
Kontakt-Informationen:
Ansprechpartner:
Stadt:
Bielefeld
Telefon:
Kategorie:
Politik & Gesellschaft
Anmerkungen:
Dieser Fachartikel wurde bisher 180 mal aufgerufen.
Der Fachartikel mit dem Titel:
"Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zur Pflegereform"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Westfalen-Blatt (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).




