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Maag: Wunsch nach Familie muss mit Beruf vereinbar sein

ID: 1122725

(ots) - Aufschieben des Kinderwunsches ist keine Lösung

Die amerikanischen Konzerne Facebook und Apple bieten ihren
Mitarbeiterinnen an, ihnen das Einfrieren von Eizellen zu
finanzieren. Dazu erklärt die Vorsitzende der Gruppe der Frauen der
CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Karin Maag:

"Wenn Unternehmen finanzielle Anreize für
reproduktionsmedizinische Leistungen setzen, die darauf abzielen, den
Kinderwunsch auf einen möglichst späten Zeitraum zu verschieben, geht
das in eine völlig falsche Richtung: Familienpolitik ist nicht
Arbeitsmarktpolitik. Oberstes Ziel der Gleichstellungs- und
Familienpolitik muss es sein, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf
zu verbessern. Wir wollen es Frauen und Männern erleichtern, sich für
ein Kind zu entscheiden. Die Förderung des Einfrierens von Eizellen
dient diesem Ziel gerade nicht. Ganz im Gegenteil kann sie den Druck
auf Frauen noch erhöhen. Die Methode selbst ist für Frauen nur eine
scheinbare Hilfe: Die Erfolgswahrscheinlichkeit ist sehr gering. Die
Mehrzahl der betroffenen Frauen wird später mit der Enttäuschung
leben müssen, dass sich ihr Kinderwunsch nicht realisiert hat. Vor
allem bürdet die Methode der Frau die alleinige Verantwortung für den
geeigneten Zeitpunkt zum Kinderkriegen auf.

Bei dieser Debatte muss sauber getrennt werden: Was sind die
wirklichen Wünsche von Frauen? Was ist der Bedarf der Wirtschaft? Und
noch etwas muss klar sein: Ob und wann Frauen und Männer eine Familie
gründen, bleibt ihre freie Entscheidung. Das dürfen und wollen wir
nicht bewerten. Die CDU/CSU-Fraktion möchte ihnen aber dabei helfen,
das Modell zu leben, das sie für sich wählen. Selbstredend gehört
dazu auch, politisch weiterhin jene Frauen und Männer zu
unterstützen, die krankheitsbedingt, z.B. im Falle einer
Krebsbehandlung mit Chemotherapie, auf reproduktionsmedizinische




Assistenz angewiesen sind."



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CDU/CSU - Bundestagsfraktion
Pressestelle
Telefon: (030) 227-52360
Fax: (030) 227-56660
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