Frankfurter Rundschau: Kommentar zur neuen EU-Kommission
(ots) - Der neue Kommissionschef zeigte in der Vorwoche
schon mal sein politisches Geschick. Er kann sich seine Kommissare
nicht aussuchen, sie werden von den Mitgliedsstaaten angedient. Das
EU-Parlament aber muss sie bestätigten. Juncker wusste um die Lust
zur Rebellion unter den Abgeordneten. Und er kannte die Regeln des
politischen Gleichgewichts - PoGl. Und so pogelte Juncker sein Team
fein aus. Den drei Problembären von rechts (Miguel Arias Canete,
Tibor Navracsic, Jonathan Hill) stellte er mit Moscovici das
Sorgenkind von links entgegen. Das Gleichgewicht des Schreckens der
Ablehnung funktionierte, Christ- und Sozialdemokraten blockierten
einander. Drei rechts, einen links, keinen fallen lassen, am Ende
wurden alle vier Wackler bestätigt. Nur Navracsics muss das Ressort
wechseln. Aber allein, dass der Mann, der die Medien in Ungarn
beschränkte, als EU-Kommissar durchkam, kann Juncker als Erfolg
werten. Der vermeintliche Flop war eine taktische Finte.
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Datum: 12.10.2014 - 18:28 Uhr
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