Mitteldeutsche Zeitung: zum Lokführerstreit
(ots) - Es handelt es sich um einen Machtkampf zwischen der
kleinen GDL und der größeren Eisenbahnergewerkschaft EVG. Die GDL
will nicht mehr nur für Lokführer, sondern auch für Zugbegleiter
verhandeln. Allerdings sind Streiks weder Mittel zur
Mitgliederwerbung noch ein Instrument, zwischengewerkschaftliche
Konflikte auszutragen. Ungeachtet dessen könnte sich die GDL am Ende
durchsetzen und auch für einen Teil der Zugbegleiter einen
Tarifvertrag abschließen. Ein anderer Teil verbliebe bei der EVG,
die einen eigenen Vertrag abschlösse. In der Folge würden für ein
und dieselben Berufsgruppen im gleichen Unternehmen zwei Verträge
gelten, mit unterschiedlichen Tariflöhnen, Wochenarbeitszeiten und
Urlaubsregelungen. Das Erstellen von Dienstplänen geriete so zur
Wissenschaft; und ob unterschiedliche Entgelte dem Betriebsfrieden
zuträglich wäre, darf sehr bezweifelt werden.
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Datum: 07.10.2014 - 19:25 Uhr
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