InternetIntelligenz 2.0

kostenlos Pressemitteilungen einstellen | veröffentlichen | verteilen

Pressemitteilungen

 

Westdeutsche Zeitung: Der NSU-Ausschuss in NRW startet nicht vor Herbst - Aus den Fehlern der Anderen lernen
Ein Kommentar von Olaf Steinacker

ID: 1101660

(ots) - Nach vielem Hin und noch mehr Her befürworten
nun alle Fraktionen im nordrhein-westfälischen Landtag einen
Untersuchungsausschuss zu den Bluttaten des NSU im Land. Mindestens
zwei Sprengstoffanschläge in Köln und ein Mord in Dortmund sollen auf
das Konto der mutmaßlichen Terroristen gehen. Besonders SPD, Grüne
und FDP hatten sich geziert und einen Ausschuss abgelehnt. Erst als
Anfang Juni die CDU-Fraktion gemeinsam mit den Piraten beschlossen
hatte, einen entsprechenden Antrag zu stellen, zogen die anderen
Parteien mit.

Allzu eilig, mit der längst überfälligen Arbeit zu beginnen, hat
es außer den NRW-Piraten allerdings keine Fraktion. Nach derzeitigem
Stand ist ungewiss, ob der Ausschuss - vermutlich unter SPD-Vorsitz -
vor dem späten Herbst an den Start gehen wird. Das aber muss kein
Nachteil sein: Durch den Untersuchungsausschuss hat
Nordrhein-Westfalen die Chance, in Sachen NSU einen unabhängigen Weg
einzuschlagen.

Etwa dadurch, dass sich die parlamentarischen Aufklärer von allzu
fragwürdigen Thesen verabschieden, die bisher die Richtung vorgegeben
haben - sowohl in fast allen bisherigen Ausschüssen als auch im
Münchener NSU-Prozess.

So wackelt die These ganz gewaltig, die braune Terrortruppe
bestehe im Kern lediglich aus drei Mitgliedern. Die
Bundesanwaltschaft hält dennoch eisern daran fest, auch der Münchener
Strafsenat macht keinerlei Anstalten, sich davon zu lösen.
Vorgegebene Deutung ersetzt den Aufklärungswillen.

Dieser Falle könnte man in NRW aus dem Weg gehen. Wenn man sich
die rechten Strukturen im Land vornimmt; untersucht, wie die Szenen
organisiert, vernetzt und wie sie möglicherweise mit dem NSU
verbandelt sind. Dabei in Richtung der Neonazi-Hochburg Dortmund zu
schauen, ist nicht verkehrt.

Auch ein Blick nach Thüringen lohnt. Der Untersuchungsausschuss in




Erfurt hat die oft formulierte und konsensfähig gewordene Theorie vom
bloßen Versagen der Ermittlungsbehörden widerlegt. Im
Abschlussbericht ist von gezielter Sabotage, bewusstem Hintertreiben
und mittelbarer Unterstützung der Rechtsextremen die Rede. Der Staat
als Helfershelfer. Hoffentlich nicht auch in NRW.



Pressekontakt:
Westdeutsche Zeitung
Nachrichtenredaktion
Telefon: 0211/ 8382-2370
redaktion.nachrichten(at)wz.de
www.wz.de


Themen in diesem Fachartikel:


Unternehmensinformation / Kurzprofil:



Leseranfragen:



PresseKontakt / Agentur:



drucken  als PDF  an Freund senden  Mitteldeutsche Zeitung: zu Bahnknoten Halle/Saale Südwest Presse: KOMMENTAR zu HADERTHAUER
Ausgabe vom 30.08.2014
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 29.08.2014 - 18:56 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1101660
Anzahl Zeichen: 0

Kontakt-Informationen:
Ansprechpartner:
Stadt:

Düsseldorf


Telefon:

Kategorie:

Politik & Gesellschaft


Anmerkungen:


Dieser Fachartikel wurde bisher 214 mal aufgerufen.


Der Fachartikel mit dem Titel:
"Westdeutsche Zeitung: Der NSU-Ausschuss in NRW startet nicht vor Herbst - Aus den Fehlern der Anderen lernen
Ein Kommentar von Olaf Steinacker
"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von

Westdeutsche Zeitung (Nachricht senden)

Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).

Kommentar/ Söder - quo vadis? ...

Kommentar WZ: Der nette Herr SöderVon Lothar LeuschenDamit war eigentlich schon nicht mehr zu rechnen. Markus Söder beißt für die Sozialen Medien in keinen Döner mehr, Bäume müssen auf seine zärtliche Umarmung verzichten, und überhaupt geht ...

WZ-Kommentar/Das Scheitern der DFB-Elf ist kein Zufall ...

Von Lothar LeuschenReformen sind schwierig in Deutschland. Bauen oder Sanieren dauert immer länger und wird immer teurer. Autos aus der deutschen Autoschmiede entpuppen sich international zunehmend als Ladenhüter. Und jetzt kann Deutschland nicht e ...

Alle Meldungen von Westdeutsche Zeitung



 

Wer ist Online

Alle Mitglieder: 50.303
Registriert Heute: 0
Registriert Gestern: 0
Mitglied(er) online: 0
Gäste Online: 134


Bitte registrieren Sie sich hier. Als angemeldeter Benutzer nutzen Sie den vollen Funktionsumfang dieser Seite.