Rheinische Post: Die Steuer-Protestanten
Kommentar Von Georg Winters
(ots) - Es ist verblüffend, welche Argumente Menschen
nutzen, die den christlichen Kirchen den Rücken kehren wollen. Das
Abzugsverfahren in Sachen Kirchensteuer kann man dafür nun wirklich
nicht anführen - jedenfalls nicht, wenn es um die zu zahlende Steuer
geht. Nur mal zum Nachdenken: Wer 2000 Euro Zinsertrag in einem Jahr
erzielt, der zahlt darauf etwa 44 Euro Kirchensteuer, von denen er
sich den zu viel gezahlten Teil über die Steuererklärung zurückholen
kann. Deshalb auszutreten, wäre lachhaft. Wer das tut, muss sich
fragen lassen, warum er überhaupt noch Mitglied war. Denn faktisch
hat sich nichts verändert. Stattdessen müssen sich alle selbst an die
Nase fassen. Kirchen und Banken, deren teils missratene
Kommunikationspolitik in Sachen Gesetzesänderung so manchen
Steuerbürger unnötig verunsichert hat. Und die austrittswilligen
Christen, bei denen sich der Verdacht aufdrängt, dass ihnen ein
verändertes Steuerrecht als Argument dient, ihren Frust über die
eigene Kirche zu verdecken - ob berechtigt oder nicht. Gefragt ist
quasi mehr Steuer-Ehrlichkeit.
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Datum: 08.08.2014 - 19:51 Uhr
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