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Neue Westfälische (Bielefeld): Kommentar: Russland verbietet Lebensmittelimporte aus der EU
Europa braucht langen Atem
DENNIS ROTHER

ID: 1093923

(ots) - Reiseverbote und eingefrorene Konten,
Importstopps und angedrohte Luftraumsperren: Die wirtschaftliche und
diplomatische Abwärtsspirale, die Experten seit Beginn des
Ukraine-Konflikts prophezeit hatten, ist längst in Gang. Es wird zäh
zwischen dem Westen und Russland. Jetzt heißt es für Brüssel:
durchhalten. Mehr denn je muss die Europäische Union mit einer
Stim-me sprechen und die Finanzsanktionen aufrechterhalten. Es wird
eine schmerzhafte Mammutaufgabe. Auf den ersten Blick hat Russlands
Präsident Wladimir Putin viele Trümpfe in der Hand. Seine
Popularitätswerte im eigenen Land sind hoch, weil er vermeintlich
russische Interessen zur Not mit brachialen Methoden durchboxt.
Selbst eine tiefe Rezession kann er den Wählern zumuten. Mit dem
Feindbild "Westen" lässt sich gut Politik machen. Putin weiß außerdem
aufstrebende Weltmächte hinter sich. Fehlen Lebensmittel, hilft
Brasilien. Fehlen Maschinen, hilft China. Einen Handelskrieg könnte
Putin wohl durchfechten. Doch auch Russland hat eine Achillesferse:
das Finanzsystem. Wirtschaftlich blutet Moskau nach den Sanktionen
gegen seine Banken aus. Milliardensummen fehlen, Investoren haben
Angst. Langfristig kann das auch die Zentralbank nicht auffangen.
Putin, der sein Land möglichst autark machen will, wird merken, wie
vernetzt selbst russische Banken mit den Weltmärkten sind. Und er
wird einlenken. Aber nur, wenn Brüssel hart bleibt.



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Telefon: 0521 555 271
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Latente Terror-Gefahr 
= Von Christian Schwerdtfeger
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Datum: 07.08.2014 - 20:15 Uhr
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News-ID 1093923
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