Rheinische Post: Kommentar /
Zeit für Sanktionen
= Von Antje Höning
(ots) - Was muss in der Ukraine noch geschehen, damit
der Westen zu einer klaren Haltung findet? Reicht der Abschuss eines
Flugzeuges mit 298 Menschen nicht aus, damit sich die EU endlich auf
Sanktionen verständigt, die Moskau zum Umdenken zwingen? Doch die
Sorge ist groß, dass die EU-Außenminister heute wieder nur ernste
Mienen und Andeutungen bieten. Die USA hätten längst eine härtere
Gangart eingelegt, allerdings wären ihre Bürger und Banken auch weit
weniger von möglichen Gegenmaßnahmen getroffen als die Europäer.
Sigmar Gabriel hat nun, mehr Vizekanzler als Wirtschaftsminister,
einen wichtigen Satz gesagt: Die Sorge um ökonomische Konsequenzen
könne nicht Basis der Entscheidung sein. Recht hat er - zumal die
ökonomischen Folgen nicht so hart ausfallen werden, wie manche
fürchten. Wenn Putin die Gaslieferungen stoppt, schadet er sich mehr
als dem Westen: Die Hälfte der russischen Staatseinnahmen stammt aus
dem Energiehandel. Putin ist kein Dämon, sondern ein rationaler
Machtmensch. Den Gashahn wird er schon aus Eigennutz nicht zudrehen.
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Datum: 21.07.2014 - 20:54 Uhr
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