Rheinische Post: Indiens neuer Mann
(ots) - Bei den Parlamentswahlen in Indien hat vor
allem ein Gefühl die Wahl entschieden: die Sehnsucht nach dem starken
Mann. Narendra Modi, Hindu-Nationalist und bisher Ministerpräsident
des Bundesstaates Gujarat, gilt als Pragmatiker, der durchgreift. In
seinem Bundesstaat hat er die Wirtschaft vorangebracht und sich
korrupten Strukturen widersetzt. Das hat ihm eine hohe
Glaubwürdigkeit auch in politisch gemäßigten Kreisen verschafft. In
Indien wächst derzeit eine starke Mittelschicht heran. Sie fordert,
dass das Land endlich seine Potenziale ausschöpft. Man möchte nicht
länger als rückständig belächelt werden. Dass Modi ein Politiker von
rechts außen ist, der eine dubiose Rolle bei einem Massaker an
Muslimen gespielt hat, wird dabei gerne übersehen. Mit der Regierung
durch die Nationalisten steht aber die Tradition religiöser und
ethnischer Toleranz auf dem Spiel. Zudem wird sich erst in den
kommenden Jahren zeigen, ob Modi so sauber bleibt, wie er sich gibt.
Und ob Indien als größte Demokratie der Welt weiter bestehen oder
autoritär regiert wird.
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Datum: 16.05.2014 - 20:48 Uhr
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