Mitteldeutsche Zeitung: zu Atomkraft
(ots) - Bei aller öffentlichen Empörung sollte die
Bundesregierung dennoch den Konzern-Chefs nicht die Tür vor der Nase
zuschlagen. So wie es einst undenkbar war, dass Großbanken
Staatshilfe benötigen, galt lange als ausgeschlossen, dass ein
Atom-Konzern pleite geht. Durch die Energiewende hat sich dies
geändert. Zur Wahrheit gehört auch, dass die AKW-Betreiber
wirtschaftlich geschwächt wurden und ihr langfristiger Bestand
unsicher ist. Jetzt die angebotenen 32 Milliarden Euro
Atom-Rückstellungen zu kassieren, ist für den Staat ein Gebot der
Vorsicht. Bei einer Konzernpleite hätte er sonst das Nachsehen.
Freilich dürfen Eon & Co. sich damit nicht aller Risiken entledigen.
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Datum: 12.05.2014 - 19:40 Uhr
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