Mitteldeutsche Zeitung: zur Ukraine
(ots) - Wer sich nicht länger in die Tasche lügen will,
sollte sich mit der Überlegung anfreunden, dass die westliche
Stabilisierungsstrategie gescheitert ist. Unter den gegebenen
Umständen kann es am 25. Mai keine demokratische Präsidentenwahl
geben, die das Land befriedet. Was die Ukraine dringend braucht, ist
eine neue Verfassung. Erst dann kann es Wahlen geben. Das Beste wäre
ein Runder Tisch zur Vorbereitung eines Verfassungskonvents. Um
Vertrauen zu schaffen, sollte die Interimsregierung schnell
zurücktreten und den Weg für eine neue Führung unter Einbeziehung
aller politischen Kräfte ebnen. Das klingt nach Kapitulation, könnte
aber ein Befreiungsschlag werden.
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Datum: 02.05.2014 - 19:57 Uhr
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