WN: Kommentar der Westfälischen Nachrichten zur Krim-Krise:
(ots) - Tonlage und militärische Aufmärsche erinnern an
kritische Phasen in der Zeit des kalten Krieges, als die Westmächte
und der Ostblock bei der Berlin-Blockade, der Kuba-Krise, beim
Wettrüsten sowie in vielen Stellvertreter-Kriegen unversöhnlich
gegenüber standen. Die Krim-Krise wirkt so, als hätte man die Uhr
weit zurückgedreht. Doch ist das in den vergangenen zweieinhalb
Jahrzehnten aufgebaute neue Vertrauensverhältnis wirklich so wenig
belastbar, dass man auf der Krim - gerade 2000 Kilometer von Berlin
entfernt - tatsächlich einen Krieg riskiert? Eine blutige
Auseinandersetzung mit stark nationalistischem Hintergrund, die der
Funke für einen viel größeren Flächenbrand wäre? Die EU, die in Kiew
bei der Unterstützung der Maidan-Bewegung zu unkritisch auch
antirussische Gruppierungen stärkte, muss schleunigst in Moskau die
Wogen glätten und zudem die neue Führung in Kiew dazu bringen,
provozierende Beschlüsse einzustampfen. Russlands Präsident Putin
kann allenfalls im Dialog und durch Zugeständnisse dazu gebracht
werden, doch noch die Finger von der Krim zu lassen. Gelingt dies
nicht, stünde die Staatengemeinschaft vor einer schweren Zeit. Die
Bewährungsprobe hat begonnen. Wolfgang Kleideiter
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Datum: 02.03.2014 - 18:15 Uhr
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