NRZ: Die Zerbrochenen - ein Kommentar von JAN JESSEN
(ots) - Die Fallzahlen der behandlungsbedürftigen
Depressionen unter Kindern und Jugendlichen steigen rapide. Klar: Das
liegt teilweise am medizinischen Fortschritt; daran, dass tiefe und
verfestigte Traurigkeit und Trübsinn nicht mehr allein als Ausdruck
pubertärer Irrungen und Wirrungen angesehen werden. Aber die
Entwicklung zeigt auch, dass viele Heranwachsende zerbrechen unter
dem Druck, der auf ihnen lastet, wenn sie zu möglichst rasch und
effizient verwertbarem Humankapital geschmiedet werden. Die
gnadenlose Ökonomisierung der Kindheit gebiert eben nicht nur schlaue
und flexible Leistungsträger; sie lässt auch ein Heer von jungen
Menschen heranwachsen, die dringend Hilfe brauchen. Hoffentlich kann
die Gesellschaft ihnen diese Hilfe in Zukunft bieten.
Pressekontakt:
Neue Ruhr Zeitung / Neue Rhein Zeitung
Redaktion
Telefon: 0201/8042616
Themen in diesem Fachartikel:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Datum: 28.02.2014 - 18:15 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1026433
Anzahl Zeichen: 0
Kontakt-Informationen:
Ansprechpartner:
Stadt:
Essen
Telefon:
Kategorie:
Politik & Gesellschaft
Anmerkungen:
Dieser Fachartikel wurde bisher 198 mal aufgerufen.
Der Fachartikel mit dem Titel:
"NRZ: Die Zerbrochenen - ein Kommentar von JAN JESSEN"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Neue Ruhr Zeitung / Neue Rhein Zeitung (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).




